Autor: Wolfgang Leo Bauer
KSV Köllerbach trauert um Albert Jurcenko
Der KSV Köllerbach hat heute mit Bestürzung vom Tod unseres ehemaligen Ringers Albert Jurcenko im Alter von nur 26 Jahren erfahren. Unser herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden. Wir werden ihn nie vergessen.
Der lettische Kampfsportverein postete heute bei Facebook : Dieser Tag hat eine Trauerbotschaft gebracht. Mit großer Trauer teilen wir euch mit, dass der lettische Freistil-Ringer Albert Jurčenko im Alter von 26 Jahren verstorben ist. Lettischer Sportkampfverband spricht Alberts Familie, Angehörigen, Trainern und Kameraden sein tiefstes Beileid aus![]()
Alberts war einer der talentiertesten jungen lettischen Wrestler, der während seiner Karriere Medaillen bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften im Freestyle-Wrestling in den Altersklassen U-17, U-20 und U-23 Albert schloss 2019 seine Kampfkarriere ab.
Quelle: Latvijas Sporta Cīņas federācija
Foto: Iris Bauer
KSV Köllerbach verpasst die Neuauflage des „Wunders von Püttlingen“
Der KSV verliert auch den Halbfinalrückkampf im heimischen Trimm-Treff mit 10 :15, zu hoch war die Bürde des 8 Punkterückstandes. Somit zieht der SV Siegfried Kleinostheim ins Finale ein und trifft dort auf Dauerbrenner Wacker Burghausen.
Nur die ganz großen Optimisten hatten sich, nach der doch sehr deutlichen 20:12 Niederlage in Kleinostheim, noch eine reelle Chance auf das Erreichen des Finales um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen erhofft. Zu breit gefächert der Kader der Niederbayern, zu ausrechenbar die Aufstellung der Saarländer, die zudem auf Peter Öhler verzichten mussten, der vom Bundestrainer für das Welt-Ranking-Turnier in Zagreb nominiert war.
Teamleiter Geid hatte im Vorfeld angesprochen, wie wichtig die ersten beiden Kämpfe seien, um auch das Publikum mitzureißen und sich dann von der Atmosphäre tragen zu lassen. So geschehen 2018, als es dem Team gelang, einen Achtpunkterückstand aus dem Vorkampf gegen den TUS Adelhausen aufzuholen und in einem nerven zerreißenden Kampf – von den Medien „das Wunder von Püttlingen“ tituliert, noch ins Halbfinale einzuziehen.
Leider gab es aber bereits im ersten Kampf des Abends eine herbe Schulterniederlage von Denis Demirov (57kg GR), der Marlan Mukashev nichts entgegenzusetzen hatte. Eine abgesprochene Schulterniederlage nach vier Sekunden strich dann Sascha Khotsianivskyi (130 kg FR) gegen Christoph Henn ein, Kleinostheim hatte für den Ukrainer keinen adäquaten Gegner parat. Für die Zuschauer nicht attraktiv, aber vom Reglement erlaubt. Die meiste Stimmung kam dann im Trimm-Treff beim Kampf in der 61 kg Freistilklasse auf, denn Alex Chirtoaca, der dem Verein wichtige Dienste in der Saison erwiesen hatte, gelang es Ioan-Raul Donu mit 8:7 zu besiegen, was frenetisch gefeiert wurde. Leider zeichnete sich hier aber bereits ab, dass es wohl für die Wölfe keinen Einzug ins Finale geben würde.
Kilian Schäfer (98 kg GR) musste für Peter Öhler gegen Ilja Klasner einspringen, der im Vorkampf diesen Schlüsselkampf für die Niederbayern überraschend gewonnen hatte. Schäfer musste sich mit 1:12 geschlagen geben.
Im letzten Kampf vor der Pause trat Etienne Kinsinger (66 kg GR) gegen Nationalmannschaftskollegen Deniz Meneske an. Nach 6 Minuten stand es 5:0 für Kinsinger, ein Prestigeduell, das zugunsten des Köllerbachers ausgegangen war. Das 7:7 zur Halbzeit reichte nicht aus, um Hoffnung und Stimmung im Trimm-Treff hoch zu halten. Die Halle war gut gefüllt, hatte jedoch selten Hexenkesselatmosphäre, die Aufstellung ließ keinen Zweifel daran, dass man im zweiten Kampfabschnitt keine acht Punkte würde aufholen können.
Einen Ringerleckerbissen gab es nach der Pause zwischen Vasyl Mykhailov (86 kg FR) und Magomed Ramazanov, der einen Tag zuvor das Rankingturnier in Zagreb in seiner Gewichtsklasse gewinnen konnte. Der bullige Kleinostheimer verlangte Mykhailov alles ab, aufgrund der letzten Wertung blieb der Ukrainer, amtierender EM 2023, mit 4:4 jedoch auch im letzten Kampf der Saison ungeschlagen. Ebenfalls sehr sehenswert das Duell Mihail Sava (71 kg GR) gegen Saba Bolaghi. Sava konnte mit seinem 6:1 Punktsieg zwei weitere Mannschaftspunkte auf das Köllerbacher Konto beisteuern, es sollten jedoch die letzten des Abends sein, denn die drei weiteren Kämpfe gingen allesamt nach Kleinostheim. Pajtim Sefaj (80 kg GR) stand gegen den stürmisch agierenden Alexandrin Gutu, ehemals 1.EM und 1.WM U23, auf verlorenem Posten und auch Marc-Antonio von Tugginer (75 kg GR) hatte Artur Tatarinov erwartungsgemäß nichts entgegenzusetzen, verlor mit 1:7. So stand es vor dem letzten Kampf in der 75 kg Freistilklasse bereits 10:13. Wer jedoch Andrey Shyyka kennt weiß, dass dieser mit Sicherheit keinen Kampf „ab schenkt“. Er machte seinem Gegner Rasul Shapiev den 8:5 Sieg nicht leicht, konditionell in absoluter Topform verlangte Shyyka ihm einiges ab. Hätte der Kampf noch eine Minute länger gedauert, Shyyka hätte den Sieg wohl eingefahren. Wie immer wurde der Altmeister und Publikumsliebling von den Köllerbacher Fans frenetisch gefeiert. Letztendlich waren die Verantwortlichen mit dem Erreichen des Halbfinales mehr als zufrieden, hatte man das Erreichen des Viertelfinales im Vorhinein doch als Ziel gesetzt. Durch die neue Ligen-Einteilung des DRB für die kommenden Saison, wird dieses Ziel eventuell um einiges schwerer zu erreichen sein, denn sowohl der SC Siegfried Kleinostheim, als auch der KSC Germania Hösbach werden in der neuen Bundesliga Nord Gruppengegner der Wölfe sein.
Text: I&W Bauer
Foto: Iris Bauer
Unerwartet hohe Niederlage im Halbfinal-Hinkampf gegen Kleinostheim
Die Köllerbacher Wölfe und ihren ca. 150 Personen zählenden mitgereisten Anhang erwartete am ersten Samstag des neuen Jahres 2024 eine wunderbar hergerichtete, mit 1500 Zuschauern ausverkauften Maingauhalle, die mit bunter Lichtshow, Fahnen und Leinwänden für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Der Einzug der KSV Fans, allen voran Cheftrommler Dominique Mann, erinnerte an die Jahre, in denen man nach Luckenwalde reiste und mit einer Polonaise durch die Halle Siege feiern konnte. Nach Feiern war den Wölfe-Fans nach zehn Kämpfen allerdings nicht mehr zumute, denn lediglich drei Siege konnte das Team um Teamleiter Thomas Geid und Mannschaftsführer Eddy Cakmak auf seinem Konto verbuchen. Dementsprechend ernüchternd das Endergebnis von 20:12. Hätte nicht im vorletzten Kampf Andrey Shyyka einen technisch überlegenen Sieg gegen Vadim Sacultan erkämpft, wären bereits im Hinkampf alle Hoffnungen auf ein Erreichen des Finales bereits zunichte gemacht worden. So stehen die Warriors zwar bereits mit einem Bein im Finale, aber dass man die Köllerbacher nicht vorzeitig abschreiben sollte, haben sie in ihrer langjährigen Vereinsgeschichte schon oft bewiesen.
Nach der Niederlage von Alex Chirtoaca ( 0:15, 57 kg FR) gegen Niklas Stechele, gab es im Schlüsselkampf im Schwergewicht bis 130 kg GR eine 4:6 Niederlage für den im 98 kg GR in der Saison bisher ungeschlagenen Peter Öhler. Er ließ sich von Nationalmannschaftskollegen Ilja Klasner auskontern, musste mit letzter Anstrengung sogar eine Schulterniederlage verhindern, blies jedoch mit seinem 4:6 den Kleinostheimern Wind in die Segel. In diesem Kampf bewies das Schiedsgericht allerdings auch wenig Feingefühl und der permanent vorwärts marschierende Köllerbacher wurde dafür nicht ein Mal belohnt. Geid schimpfte: „Peter rannte an und machte dann den kampfentscheidenden Fehler.“ Dennis Demirov (16:0, 61 kg GR) brachte den KSV dann wieder auf 5:4 ran, bevor auch der zweite Schlüsselkampf, in der 98 kg Freistilklasse, durch Ahmed Bataev, gegen seinen bulgarischen Nationalmannschaftskollegen Magomed Ramazanov mit zwei Mannschaftspunkten verloren ging. Auch hier gab es Kopfschütteln bei KSV – Verantwortlichen und Fans.
Auf 10:4 Pausenstand konnte danach in der 66 kg FR Zelimkhan Abakanov gegen Valentin Seimetz erhöhen, denn dieser fand einfach kein Rezept gegen den aus Russland stammenden albanischen Meister.
Nach der Pause mit toller Akrobatikshow, gab es den nächsten Dämpfer, denn Kevin Gremm hatte Publikumsliebling und U23 Weltmeister Alexandrin Gutu in der 86 kg GR nichts entgegenzusetzen und wurde letztendlich sogar, wegen wiederholter Beinarbeit, disqualifiziert.
Da Etienne Kinsinger nicht zur Verfügung stand, war Thomas Geid gezwungen, sein Team deutlich umzustellen. So musste Zaur Nuriev sich in den Dienst der Mannschaft stellen, zwei Gewichtsklassen höher antreten, und bekam es dort, in der 71 kg GR Klasse, mit Mamadassa Sylla zu tun. Er stand leider auf relativ verlorenem Posten, drei weitere Mannschaftspunkte auf das Konto der Unterfranken. Mannschaftsführer Cakmak:“ Wir bekommen leider unsere Athleten in den wichtigen Kämpfen nicht auf die Matte, hinzu kommt, dass Kleinostheim in verschiedenen Gewichtsklassen bis zu drei gute bis sehr gute Ringer auf Weltklasseniveau aufweisen kann. Zudem war unsere Leistung einfach an diesem Abend nicht ausreichend.“
Unser Freistilass Vasyl Mykhailov betrieb Ergebniskosmetik. In seiner unnachahmlichen Art, mit blitzschnellen Beinangriffen, gönnte er seinem Gegner Christoph Henn keine Pause, sein technisch überlegener Sieg brachte den Wölfen vier Mannschaftspunkte ein. Dem stand dann auch Altmeister und Leitwolf Andrey Shyyka nicht nach. Vier weitere Zähler für die Saarländer in der 75 kg FR. durch seinen technisch überlegenen 16:0 Sieg gegen Sacultan.
Im letzten Kampf des Abends verlor Marc-Antonio von Tugginer 0:14 gegen Artur Tartarinov, den amtierenden Deutschen Juniorenmeister und 5.EM der Junioren.
Am kommenden Samstag findet im Püttlinger Trimm-Treff der Halbfinalrückkampf statt.
Das Team und die Verantwortlichen hoffen auf tatkräftige und lautstarke Unterstützung, um vielleicht doch noch den Einzug ins Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu erreichen.
Text: I&W Bauer
Foto: Iris Bauer
Sieg im Viertelfinalrückkampf beim KSK Neuss
Sieg im Viertelfinalrückkampf beim KSK Neuss
KSV Köllerbach steht im Halbfinale um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft. Mit einem auch im Viertelfinal-Rückkampf ungefährdeten 12:24 Sieg beim KSK Konkordia Neuss, sicherten sich die Köllerbacher Wölfe am vergangenen Samstag, als einziges Team der Bundesliga West, die Teilnahme am Halbfinale. Der Gegner heißt SC Siegfried Kleinostheim, der den derzeit noch amtierenden Meister, den ASV Mainz 88, hauchdünn, mit einem einzigen Mannschaftspunkt Vorsprung, aus dem Play-Off-Rennen genommen hat.
Sechs saarländische Ringer konnten dem Mannschaftskonto die 4 maximal möglichen Punkte aus ihren Kämpfen beisteuern – Dennis Demirov (57 kg GR), Etienne Kinsinger (61 kg GR), Mihail Sava (71 kg FR), Vasyl Mykhailov, Peter Öhler (98 kg GR), sowie Oleksandr Khotsianivskyi (130 kg FR) ließen ihren Gegnern keinen Raum für eigene Aktionen und siegten technisch überlegen. Igor Makuch stellte sich in der 80 kg GR wieder einmal stilartfremd in den Dienst der Mannschaft unterlag Samuel Bellscheidt mit 0:18. Alex Chirtoaca (61 kg FR), sowie Marc-Antonio von Tugginer (75 kg GR) verloren ebenfalls ihre Kämpfe. Eine Schrecksekunde gab es beim letzten Kampf des Abends, bei dem sich Andrey Shyyka an der Schulter verletzte und seinen Kampf aufgeben musste.
Bleibt zu hoffen, dass er am kommenden Samstag, wenn die Reise zum SC Kleinostheim geht, wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird. Shyyka:“ Alle Fans des KSV Köllerbach, auf nach Kleinostheim!“ Die Saarländer werden am 6.1.2024 erstmals in der 1.Ringerbundesliga auf das Team aus Unterfranken treffen.
Das zweite Halbfinale bestreiten die beiden Mannschaften des SC Wacker Burghausen und der KSC Germania Hösbach.
Text: I&W Bauer
Foto: Eddy Cano
Kantersieg mit 28:5 im Viertelfinalhinkampf gegen Neuss
Die Play-Off`s der ersten Ringer-Bundesliga haben begonnen. Nach dem Losglück am 17.12.23, begrüßten die Wölfe im Viertelfinalhinkampf am 23.12.23 den KSK Konkordia Neuss in der Kyllberghalle, die mit fast 500 Zuschauern gefüllt war. Vor Kampfbeginn wurde Publikumsliebling Timo Badusch, der seit 1999 für den KSV aus die Matte ging und seit 19 Jahren in der ersten Bundesliga gerungen hat, verabschiedet. Es wurde auf der Leinwand eine Fotopräsentation mit Grußworten des Fanclubs abgespielt, und Badusch wurde vom ersten Vorsitzenden Hilmar Rehlinger und dem zweiten Vorsitzenden Franz Blaß mit einem Abschiedsgeschenk bedacht.
Leider war der Gast aus NRW nur mit neun Athleten ins Saarland angereist, Vasyl Mykhailov konnte vier Mannschaftspunkte kampflos einstreichen. Sechs weiteren Athleten gelang es ebenfalls, die maximalen Mannschaftspunkte(4) zu erringen: Alex Chirtoaca (57 kg FR) gegen Ivan Seibel, Zaur Nuriev (61 kg GR) gegen Calvin Stiller, Etienne Kinsinger (71 kg GR) gegen Vladimir Mass, Peter Öhler (130 kg GR) gegen Jan Krempin und Valentin Seimetz (66 kg FR) mit einem Schultersieg über Emre Sahin, was in der Halle frenetisch bejubelt wurde. Auch Andrey Shyyka (75 kg FR) steuerte, in gewohnter Manier, einen 9:5 Sieg gegen den belgischen Spitzenringer Ayub Musaev bei. Bei seiner 3:5 Niederlage gegen seinen Freund und Widersacher Deni Nakaev, seines Zeichens Weltmeister U20 von 2022 und 3. EM U23 von 2023, zeigte sich Kevin Gremm (86kg GR) stark verbessert gegenüber seiner letztjährigen Saison. Er verlor jedoch, nach 3:0 Führung, gegen den Neusser und ärgerte sich wohl am meisten selbst drüber. Auch Marc-Antonio von Tugginger (75 kg GR) musste die Überlegenheit seines Gegenübers, dem 3. EM U20 2023, Aaron Bellscheidt, anerkennen und sich ihm mit 1:16 beugen.
Nach diesem mehr als deutlichen Viertelfinalvorkampfsieg dürfte der Rückkampf nur noch Formsache für die Saarländer sein. Man darf gespannt sein, auf welchen Halbfinalgegner man, bei einem Weiterkommen, treffen wird.
Text: I&W Bauer
Foto: Iris Bauer
