Der KSV Köllerbach war am Samstag, den 16. Mai, beim 10. Gebrüder-Saitiev-Turnier um den Großen Preis von Ostbelgien in Kelmis vertreten. Ausrichter war der belgische Ringerverein Saitiev Eupen, der in der Sporthalle Kelmis erneut ein stark besetztes internationales Freistilturnier für Kadetten, Junioren und Männer organisierte.
Die Jubiläumsausgabe lockte zahlreiche Teilnehmer aus dem In- und Ausland an. Insgesamt gingen 253 Ringer aus 17 Nationen auf die Matte. Neben Belgien waren unter anderem Sportler aus England, Deutschland, Frankreich, Spanien, Estland, den Niederlanden, Österreich und Kasachstan vertreten.
Benannt ist das Turnier nach den Brüdern Buvaisar und Adam Saitiev – zwei prägenden Persönlichkeiten des internationalen Freistilringens. Buvaisar Saitiev gewann 1996, 2004 und 2008 olympisches Gold, sein Bruder Adam Saitiev wurde 2000 in Sydney Olympiasieger.
Für den KSV Köllerbach gingen bei den Kadetten Andrej Borovik und Ahmet Türkeri an den Start, bei den Männern vertrat Fazel Ahmad Mohammadi die Vereinsfarben. Trainer Thomas Geid zeigte sich zufrieden mit der Nominierung seiner Athleten: „Durch ihren Trainingsfleiß haben es sich die Jungs verdient, an diesem Jubiläumsturnier teilzunehmen.“
Für die jungen Athleten war die Teilnahme an einem international besetzten Turnier dieser Größenordnung eine besondere Erfahrung. Mit Respekt, Disziplin, Leidenschaft und Freude gingen sie auf die Matte und sammelten wertvolle Wettkampferfahrung.
Andrej Borovik startete in der Gewichtsklasse bis 45 Kilogramm, in der insgesamt 13 Sportler gemeldet waren. Nach einer Punktniederlage in seinem Auftaktkampf schied er leider vorzeitig aus dem Turnier aus.
Ahmet Türkeri kämpfte in der Klasse bis 71 Kilogramm mit insgesamt 18 Teilnehmern. Seinen ersten Kampf gewann er souverän mit 13:3 Punkten. In der zweiten Begegnung musste er sich jedoch mit 4:8 Punkten geschlagen geben und schied damit ebenfalls aus.
Fazel Ahmad Mohammadi trat in der Klasse bis 65 Kilogramm an, in der ebenfalls 18 Athleten gemeldet waren. Nach einem Freilos in der Qualifikation gewann er sein Achtelfinale souverän mit 10:0 Punkten technisch überlegen. Im Viertelfinale hielt er den Kampf bis zur Pause beim Stand von 2:2 offen. In der zweiten Runde musste er in der Bodenlage jedoch mehrere Wertungen abgeben und verlor letztlich mit 2:12 Punkten. Da sein Gegner anschließend im Halbfinale ausschied, blieb Mohammadi der Weg in die Hoffnungsrunde verwehrt.
Trotz des verpassten Medaillengewinns überwog am Ende die Zufriedenheit über den Einsatz und die gezeigten Leistungen. Gegen 18.30 Uhr trat das KSV-Team die Heimreise mit dem Gefühl an, alles gegeben zu haben – und mit wertvollen Erfahrungen im Gepäck.
