KSV Köllerbach bleibt auf Erfolgskurs

16:6 gegen Reilingen/Hockenheim – KSV Wölfe zeigen Bärenstärke und belohnen sich vor den eigenen Fans

Was für ein Abend in der Kyllberghalle! Der KSV Köllerbach hat am 5. Kampftag die RKG Reilingen/Hockenheim mit 16:6 bezwungen. Vor den eigenen Fans zeigte die Mannschaft Kampfgeist, Nervenstärke und vor allem nach der Pause eine starke Reaktion. Der KSV bleibt damit auf dem fünften Tabellenplatz. Reilingen/Hockenheim rutschte auf Rang 13 ab.

Schon zum Auftakt setzte Kamil Kerimov ein klares Zeichen. Gegen Dario Dittrich setzte sich der Köllerbacher mit 15:3 durch und holte drei Mannschaftspunkte. Die Kyllberghalle durfte sich über den gelungenen Start freuen und Kerimov wurde gebührend gefeiert.

Danach musste Kilian Schäfer gegen Albert Vardanyan eine knappe 4:6-Niederlage hinnehmen. Er gab jedoch gegen den 20 kg schwereren EM-Bronzegewinner der U20 alles und durfte sich nach dem Kampf zurecht vom Köllerbacher Publikum feiern lassen. Bei diesem Duell hatten sich die Gäste mit Sicherheit mehr als einen Mannschaftspunkt ausgerechnet.

Der KSV blieb auf Kurs. Tigran Minasyan brachte mit seinem 8:5 gegen Christiano Liebzeit, den amtierenden Vize-Europameisterder U17, bis dato in der neuen Saison ungeschlagen, zwei weitere Mannschaftspunkte auf das KSV-Konto. Ein sehr eng geführtes, interessantes Match.

Auch Igor Makuch kämpfte aufopferungsvoll gegen den 14 kg schwereren Keymi Rothweiler. Dieser wusste seinen Gewichtsvorteil geschickt einzusetzen. Igor fightete um jeden Punkt, musste sich am Ende aber mit 4:8 geschlagen geben. Auch Igor gilt ein großes Dankeschön, dass er sich erneut in den Dienst der Mannschaft gestellt und somit zum Teamerfolg beigetragen hat.

Anschließend war wieder der KSV an der Reihe: Valentin Seimetz bezwang Sergiu Lupasco, mit einer starken kämpferischen Leistung, mit 7:3. Zur Pause führte Köllerbach mit 7:3.

Die Fans durften sich nun auch auf einen spannenden zweiten Abschnitt freuen. Nach der Pause musste Dominic Arnold dem starken Denis Kudla mit 0:8 den Vortritt lassen, kämpfte jedoch beherzt. Der Routinier, zweifacher Bronzemedaillengewinner bei Olympia, ließ Dominic jedoch keine Chance, gegen sich zu punkten.

Der Vorsprung schrumpfte. Jetzt war Charakter gefragt.

Und der KSV lieferte!

Hayk Melikyan ließ gegen Luis Greif nichts anbrennen. Mit 16:0 durch technische Überlegenheit sorgte er nach nur 1:59 Minuten für vier Mannschaftspunkte. Ein starkes Signal zur richtigen Zeit.

Danach wurde es noch einmal eng. Rostislav Leicht setzte sich gegen Maxim Fricatel mit 3:3 durch und holte einen wichtigen Mannschaftspunkt. Leicht: „Dieses Match habe ich taktisch, mit Köpfchen, gewonnen“.

Dann folgte der nächste Höhepunkt: Andrey Shyyka gewann gegen Maik Braun deutlich mit 16:6 und machte damit den KSV-Sieg endgültig greifbar. Dass er auch mit 46 Jahren noch immer der Liebling des Köllerbacher Publikums ist, konnte man an den schallenden „Andrey Shykka“ Rufen und dem frenetischen Jubel nach seinem Sieg hören. Andrey ist ein Vorbild für seine jüngeren Mannschaftskollegen, was Kondition, Disziplin, Fairness und absoluten Siegeswillen angeht. Das Herz des „Wölfe-Teams“.

Die Kyllberghalle war längst voll im Kampfmodus. Die KSV-Fans standen hinter ihrer Mannschaft, unterstützten die Ringer auch in schwierigen Momenten und erlebten einen Abend, an dem jeder einzelne Mannschaftspunkt wichtig war.

Den Schlusspunkt setzte Vasile Taran. In einem engen Duell gegen Artur Amoyan behielt er beim 3:3 die Oberhand und machte den 16:6-Heimsieg perfekt.

Am Ende durfte der KSV gemeinsam mit seinen Fans einen verdienten Erfolg feiern. Teamleiter Geid: „Nicht jeder Einzelkampf ging an Köllerbach – aber die Mannschaft bewies, dass sie auch unter Druck zusammensteht. Genau diese Geschlossenheit machte an diesem Abend den Unterschied.“

16:6 – zwei wichtige Punkte für den KSV und ein weiterer starker Bundesliga-Abend in der Kyllberghalle. Am kommenden Samstag, dem 10.9. geht die Fahrt zum befreundeten KSV Witten. Am 17.9. erwarten die Wölfe das Team vom SV Wacker Burghausen.