KSV Köllerbach gewinnt Saar-Derby in Hüttigweiler

Was für ein Auftritt des KSV Köllerbach! Mit 21:9 gewinnt der KSV das Saar-Derby beim ASV Hüttigweiler und setzt am 4. Kampftag der Ringer-Bundesliga ein kräftiges Ausrufezeichen. Sieben der zehn ausgetragenen Kämpfe gehen an die Köllerbacher. Der Lohn: Der KSV klettert in der Tabelle von Platz sechs auf Rang vier.

Schon der Auftakt hatte es in sich. Obwohl Robin Schröck vom ASV Hüttigweiler Übergewicht hatte, wurde der Kampf ausgetragen. KSV-Ringer Kamil Kerimov ließ sich davon nicht beeindrucken und machte auf der Matte kurzen Prozess. Mit 15:0 setzte sich Kerimov deutlich durch. Ein Auftakt nach Maß für die Köllerbacher.

Danach ging es im offiziellen Mannschaftskampf weiter. Hayk Khloyan bekam es mit Jan Krempin zu tun. Der KSV-Ringer blieb über die sechs Minuten konzentriert und holte mit einem 5:2-Punktsieg die nächsten zwei Mannschaftspunkte.

Dann kam der nächste KSV-Kracher: Tigran Minasyan gegen Gleb Titov. Minasyan drückte von Beginn an aufs Tempo und beendete den Kampf nach gerade einmal 1:19 Minuten mit 15:0 – technische Überlegenheit!

Köllerbach hatte damit früh deutlich gemacht, dass man die Punkte unbedingt mitnehmen wollte.

Doch Hüttigweiler gab sich nicht geschlagen. Denis Balaur verkürzte mit einem 17:2-Sieg gegen Igor Makuch. Auch Oubayda Itaev punktete für die Gastgeber und setzte sich mit 15:0 gegen Nils Klein durch.

Zur Pause stand es 10:8 für Köllerbach. Das Derby war wieder völlig offen. Hüttigweiler hatte sich zurückgekämpft, doch der KSV blieb ruhig.

Und genau jetzt zeigte die Mannschaft ihre Klasse.

Dominic Arnold legte nach der Pause gegen Mathis Jochum los und gewann seinen Punktekampf mit 6:3. Zwei weitere Mannschaftspunkte für Köllerbach.

Anschließend sorgte Kapitän Marc Antonio von Tugginer für den nächsten Erfolg. Gegen Jan Wolfanger setzte er sich, mit 7:1 und sehr sehenswerten Würfen, die den zahlreich mitgereisten KSV Anhang begeisterten, durch.

Jetzt nahm der KSV wieder richtig Fahrt auf.

Rostislav Leicht sorgte für den nächsten Hammer.

In der 80-kg-Klasse Freistil ließ auch er keinen Zweifel am Siegeswillen der Wölfe aufkommen. Gegen Saifedine Alekma gewann Leicht mit 16:0 technisch überlegen. Nach nur 2:18 Minuten war der Kampf beendet.

Der KSV war nun endgültig der Siegerstraße.

„Wir sind mit dem klaren Ziel nach Hüttigweiler gefahren, die beiden Punkte mitzunehmen, und die Mannschaft hat das mit viel Leidenschaft und Teamgeist umgesetzt. Natürlich freuen wir uns über den Sprung auf Platz vier, aber noch mehr über die Art und Weise, wie das Team nach einer engen ersten Halbzeit zusammengehalten und den Sieg erkämpft hat“, betonte Thomas Geid im Presse-Interview.

Zwar konnte Hüttigweiler durch Valentin Borzin, der Altmeister Andrey Shyyka knapp mit 4:2 bezwang, noch einen Punkt einheimsen. Doch der Gesamtsieg der Köllerbacher war nicht mehr in Gefahr.

Im letzten Kampf des Abends machte Vasile Taran endgültig den Deckel drauf. Gegen Kevin Titov setzte sich Taran mit 11:2 nach Punkten durch.

Das auf einigen Positionen neu formierte Köllerbacher Team zeigte einmal mehr eindrucksvoll, dass es bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden wird. Am kommenden Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit, heißen die Wölfe das Team der RKG Reilingen / Hockenheim in der Kyllberghalle willkommen. Kampfbeginn, wie gewohnt samstags, um 19:30!