Der KSV Köllerbach hat am zweiten Kampftag beim SC Kleinostheim einen bitteren Abend erlebt. Mit 2:25 unterlag der bisherige Tabellenführer dem neuen Spitzenreiter. „Für uns war unter den schwierigen Voraussetzungen nicht mehr drin“, sagte Mannschaftsführer Edib Cakmak nach dem Duell bei den Unterfranken. Krankheitsbedingt musste der KSV ersatzgeschwächt antreten. Zudem hatten einige Ringer keine Freigabe erhalten.
Dabei gab es aus Köllerbacher Sicht durchaus einen Moment, der Mut machte. Valentin Seimetz sorgte für das sportliche Highlight des Abends. In der 71-Kilogramm-Klasse bezwang er den international sehr erfolgreichen Kaisei Tanabe mit 3:4 technischen Punkten. Tanabe ist amtierender Asienmeister und gehört international zu den stärksten Ringern seiner Gewichtsklasse. Umso höher ist der knappe Erfolg von Seimetz einzuschätzen. Er holte damit einen der beiden Mannschaftspunkte für Köllerbach.
Auch Kamil Kerimov lieferte sich zu Beginn einen engen Kampf mit Niklas Stechele. Beim 3:3 hatte allerdings der Kleinostheimer das bessere Ende für sich.
Danach setzte sich Kleinostheim immer deutlicher ab. Franz Richter und Lukas Benzing sorgten mit klaren Siegen für die ersten deutlichen Akzente des Gastgebers.
Für einen weiteren Köllerbacher Erfolg sorgte anschließend Ahmed Bataev. Er setzte sich gegen Joshua Morodion ebenfalls mit 5:5 durch.
Zur Pause führte Kleinostheim dennoch bereits mit 9:2.
Nach der Pause wurde es für den KSV nicht besser. Kleinostheim nutzte seine Möglichkeiten konsequent und baute den Vorsprung weiter aus. Am Ende stand ein deutliches 25:2.
Das Ergebnis tut weh. Besonders der Blick auf die Tabelle macht die Enttäuschung deutlich: Köllerbach rutschte vom ersten auf den siebten Platz. Doch die Mannschaft musste in Kleinostheim mit erheblichen personellen Problemen antreten. Mehr war an diesem Abend unter diesen Umständen nicht drin.
Kleinostheim hat verdient gewonnen. Für Köllerbach bleibt die Hoffnung, dass sich die personelle Situation schnell entspannt.
Foto: Privat
