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KSV-Ringer Etienne Kinsinger fliegt nach Tokio zu Olympia21.03.2021 

(Foto Iris Bauer)
Im Lager des Ringer-Bundesligisten KSV Köllerbach ploppten am Samstag (20. März) die Sektkorken, als feststand, dass Etienne Kinsinger beim Qualifikationsturnier in Budapest auf den Olympia-Zug nach Tokio aufgesprungen war. Nach dem Ex-Köllerbacher Freistil-Athleten Gennadij Cudinovic (AC Heusweiler) setzte sich auch der 24jährige Greco-Spezialist in der Klasse bis 60 kg bei diesem Auswahlturnier in Ungarn durch und hat damit das Flugticket für Japan sicher. Vor dem Top-Event in der ungarischen Hauptstadt hatte DRB-Sportdirektor Jannis Zumanduridis noch der Deutschen Presseagentur gegenüber erklärt: „Wenn wir ein oder sogar zwei Tickets für Tokio lösen würden, wären wir schon überglücklich.“ In der Tat kann man nunmehr beim DRB, beim SRV und natürlich auch beim KSV Köllerbach diese Glücksgefühle ausleben. Dass ausgerechnet von den acht nominierten Athleten im DRB-Team die zwei Saarländer in Budapest die Kohlen aus dem Feuer geholt haben, lässt das kleine Saarland mitsamt seinem Olympiastützpunkt im St. Johanner Stadtwald freudig jubeln.

Für Spitzenringer Etienne Kinsinger, der beim KSV Köllerbach als deutsches Aushängeschild höchste Sympathien und Wertschätzung genießt, begann das Qualifikationsturnier am Wochenende im Achtelfinale mit einem heiß umkämpften 5:4-Punktsieg über den Esten Helary Maegisalu. Im Viertelfinale hatte Köllerbachs Top-Mann Kinsinger dann mit Ivan Lizatovic keinerlei Probleme. Der saarländische Star-Ringer fertigte den Kroaten mit 8:2 ab. Es folgte das Halbfinale und da stand dem Greco-Athleten Kinsinger Murad Mammadov im Weg. Der Aserbaidschaner lag in diesem Gefecht bereits mit 3:1 in Front und die Uhr tickte im zweiten Kampfabschnitt unbarmherzig herunter. Mammadov setzte nunmehr ganz auf seine internationale Routine und wollte den vermeintlichen Punktsieg über die Zeit retten. Doch da hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Kurz vor Toresschluss behielt nämlich Etienne Kinsinger die Nerven und setzte mit dem spektakulären „Eichhörnchen-Angriffssprung“, der von Weltmeister Frank Stäbler kreiert wurde, alles auf eine Karte. Und das Ringer-Ass von Etienne Kinsinger stach: Ein blitzschneller Anlauf, ein toller Sprung, eine perfekte Drehung und ein Wurf wie aus dem Lehrbuch. Der Kampf war vorbei. Doch Das „fliegende Eichhörnchen“ von Etienne wurde vom Kampfrichter vorher noch mit vier Wertungspunkten belohnt. Das war natürlich für den Köllerbacher Ausnahmekönner der 5:3-Punktsieg. Kinsinger ließ dem „Eichhörnchen“ einen inbrünstigen Kampfschrei folgen: Tokio und Olympia waren unter Dach und Fach!

Am Sonntag folgte in der 60 kg Klasse der griechisch-römischen Stilart natürlich auch noch das Finale. Und da kam es ausgerechnet zum „Bruderkampf“ zwischen Etienne Kinsinger (24) und dem Neu-Köllerbacher Türken Keram Kamal (21), der bei dem sechsfachen deutschen Mannschaftsmeister aus dem Saarland für die neue Saison schon unterschrieben hat. Die Neuerwerbung der Saarländer war bisher nur in der Türkei aktiv, hat bis dato noch nie in der Bundesliga gerungen. Die KSV-Fans dürfen sich in der Tat auf einen Hochkaräter freuen, denn Kamal ist in der internationalen Ringer-Welt wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. Der junge türkische Greco-Ringer war bei der EM 2020 in Rom Vize-Europameister und 2019 in Bukarest EM-Dritter. Dazu kommt noch eine Goldmedaille, die er sich 2018 bei der U23-Europameisterschaft im türkischen Istanbul erkämpfte. Es kann also durchaus sein, dass KSV-Vorsitzender Hilmar Rehlinger und Teamleiter Thomas Geid mit Kerem Kamal einen echten „Goldfisch“ für den saarländischen Bundesligisten an Land gezogen haben.

Beim Endkampf der beiden Köllerbacher Finalisten setzte sich der starker Türke Kamal mit 5:1-Punkten gegen Etienne Kinsinger durch. Das bedeutet im Klartext: Gold für Köllerbachs neuen Türken Kamal und Silber für den Saarländer Kinsinger. Doch wie auch immer: Beide Athleten reisen gemeinsam in das „Land der aufgehenden Sonne.“ Denn bekanntlich haben die beiden Finalisten jeder Gewichtsklasse die Qualifikation für die Spiele in Japan in der Tasche.

In der Ringer-Bundesliga wird es dann so aussehen, dass Kerem Kamal die Gewichtsklasse bis 61 kg abdeckt, Etienne Kinsinger dagegen den Part in der Gewichtsklasse bis 66 kg übernimmt. Die Köllerbacher Fans dürfen auf alle Fälle auf die neuen Runde gespannt sein.

Weitere Informationen
 Etienne Kinsinger
 1/2 GR - 60 kg: E. KINSINGER (GER) v. M. MAMMADOV (AZE) (externer Link)


© KSV Kllerbach & Klaus Konstroffer   

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