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Der KSV Köllerbach wird Deutscher Vize-Mannschaftsmeister02.02.2020 

Deutscher Vizemeister 2020
(Foto Iris Bauer)
Es hat nicht sollen sein. Der KSV Köllerbach hat den Titel um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft verpasst. Nach der knappen 13:15-Niederlage im Hinkampf, der in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle ausgetragen wurde, verloren die Saarländer am Samstagabend (01. Februar) auch den Rückkampf beim SV Wacker Burghausen mit 10:19. Damit hat die Staffel aus Oberbayern ihre „Mission Triple“ erfüllt, denn Burghausen krönte sich zum dritten Mal hintereinander mit dem Titel eines Deutschen Mannschaftsmeisters. Der KSV Köllerbach erwies sich in der Sportparkhalle zu Burghausen als fairer Verlierer und gratulierte den starken Hausherren neidlos zum erneuten Titelgewinn. Für den sechsfachen deutschen Mannschaftsmeister aus dem Saarland ging in Burghausen nunmehr eine kräftezehrende Saison mit 20 Kämpfen (14 Fights in der Hauptrunde sowie sechs Play-Off-Begegnungen) zu Ende. Und die Saarländer mit ihrem rührigen Teamleiter Thomas Geid können durchaus nach dieser spannenden Runde mit 17 Siegen und drei Niederlagen stolz in den Spiegel schauen, denn eine deutsche Vize-Mannschaftsmeisterschaft ist ja nun wahrlich aller Ehren wert und auch nicht von Pappe.

Beim Rückkampf im oberbayerischen Burghausen konnte sich das Team des KSV-Mannschaftsverantwortlichen Thomas Geid am Samstagabend zur Halbzeitpause nach fünf Kämpfen durchaus noch Titelhoffnungen machen, denn da stand noch auf der Anzeigentafel in der proppenvollen Sportparkhalle ein 8:8. Begonnen hatte das Duell der beiden Spitzenteams mit einem Sieg der Hausherren in der Klasse bis 57 kg. Greco-Spezialist Fabian Schmitt (Burghausen) verbuchte als zweifacher deutscher Einzelmeister mit 17:0 einen technisch überlegenen Punktsieg über den deutschen Juniorenmeister Steven Ecker vom KSV Köllerbach. Doch in der Klasse bis 130 kg egalisierte Oleksandr „Sascha“ Khotsianivkyi, der ukrainische Freistil-Spezialist in den Diensten des KSV Köllerbach, diesen Vorsprung des SV Wacker Burghausen bereits nach 56 Sekunden. Der Weltklasse-Ringer aus Kiew schulterte seinen Kontrahenten Leon Kahric mühelos.

In der Klasse bis 61 kg kam es dann schon in der freien Stilart zu einem echten Schlüsselkampf, denn für die Staffel aus Oberbayern ging der bisher noch ungeschlagene Türke Ahmet Peker auf die Matte. Und Köllerbach vertraute auf einen jungen Ringer, der in der letzten Saison noch dem Kader des SV Wacker Burghausen angehört hatte. Der Bulgare Mikyay Naim sollte für die Saarländer gegen den Ex-Mainzer Peker die Kastanien aus dem Feuer holen. Es entwickelte sich ein überaus sehenswerter und hochspannender Kampf, der von dem Neu-Köllerbacher Naim völlig furchtlos mit gänzlich offenem Visier geführt wurde. Nach den vollen sechs Kampfminuten wurde für den KSV-Ringer ein ganz wertvoller 13:12-Punktsieg notiert. Der vierte Kampf des Abends in der Klasse bis 98 kg führte dann die beiden Greco-Spezialisten Ramsin Azizsir (Burghausen) und Kilian Markus Schäfer (Köllerbach) zusammen. Bei diesem Duell waren wiederum die Hausherren klar im Vorteil, gehört Azizsir in dieser Gewichtsklasse doch zum Kreis der Spitzenringer im DRB-Bereich. Und der zweifache deutsche Einzelmeister Azizsir, der 2017 sogar EM-Dritter werden konnte, wurde seiner klaren Favoritenrolle durchaus gerecht. Nach drei Minuten und 14 Sekunden stand der Top-Mann aus Burghausen mit 15:0 als technisch überlegener Punktsieger fest. Damit stand es 8:5 für den SV Wacker Burghausen.

Im fünften Kampf des Abends setzte in der Klasse bis 66 kg der KSV Köllerbach seinen Vorzeige-Ringer und Greco-Spezialisten Etienne Kinsinger ein, der unbedingt noch auf den Olympia-Zug nach Tokio aufspringen möchte. Der Saarländer musste sich mit dem deutschen Vize-Meister Andreas Maier vom SV Wacker Burghausen duellieren. Kinsinger übernahm sofort die Initiative und bestimmte klar das Kampfgeschehen. Nach den sechs Kampfminuten lag der Köllerbacher mit 8:0 Punkten vorn und kassierte dafür drei Pluszähler für seinen KSV. Wie bereits gesagt, stand es damit zur Halbzeit 8:8.

Doch nach dem Pausentee bestimmte der SV Wacker Burghausen die Szenerie. Der KSV Köllerbach gewann nur noch einen Kampf, während die bayerischen Hausherren noch viermal siegreich von der Matte gingen. Zu einem echten Schlüsselkampf kam es bereits in der Klasse bis 86 kg, wo die beiden Freistil-Asse Kakhaber Khubezhty (Burghausen) und Piotr Ianulov (Köllerbach) aufeinanderprallten. Die beiden Weltklasse-Ringer lieferten sich ein richtig dramatisches Gefecht, das der etwas glücklichere Russe Khubezhty dank der letzten Wertung mit einem 2:2 für sich entschied. Leider gelang es dem amtierenden rumänischen Vize-Europameister Ianulov nicht, sein 2:1-Punktevorsprung über die Zeit zu retten. Mit dem Sieg des Russen Khubezhty stand es 9:8 für Burghausen.

Der nächste Sieg für den SV Wacker folgte auf dem Fuße. In der Freistil-Klasse bis 71 kg bot der SV Wacker nunmehr den bärenstarken Polen Magomedmurad Gadzhiev auf, der auf den bisher noch unbesiegten Rumänen Mihail Sava vom KSV Köllerbach traf. In diesem Duell, das ganz sicherlich auch als Schlüsselkampf angesehen werden konnte, unterlag der tapfere Rumäne dem für Burghausen ringenden Gadzhiev mit 0:3 nach Punkten. Die Hausherren aus Oberbayern lagen jetzt mit 11:8 vorn.

Dann fiel in der Klasse bis 80 kg (griechisch-römische Stilart) bereits die endgültige Entscheidung in der Meisterschaftsfrage. Der Burghausener Vize-Europameister Roland Schwarz, der in diesem Kampf den Köllerbacher Marc-Antonio von Tugginer herausforderte, setzte sich gegen den Saarländer mit 15:0 technisch überlegen durch. Dies brachte dem SV Wacker die maximalen vier Siegzähler ein. Burghausen führte nunmehr (den Völklinger Hinkampf mit eingerechnet) uneinholbar mit 15:8. Der Fairness halber sei noch erwähnt, dass der Köllerbacher Marc-Antonio von Tugginer normalerweise die beiden Gewichtsklassen bis 71 und 75 kg abdeckt. Das Hochgehen in die Kategorie bis 80 kg erforderte ganz sicherlich Mut und Selbstvertrauen. Doch was tut man nicht alles, um seiner Mannschaft zu dienen.

In der Klasse bis 75 kg A kam es zum Duell der beiden Greco-Spezialisten Matthias Maasch (Burghausen) und Timo Badusch (Köllerbach). Die Spitzenringer aus bundesdeutschen Landen zogen alle Register ihres Könnens, wobei der Saarländer nach sechs Kampfminuten mit 8:1 Punkten die Nase klar vorn hatte. Der dreifache deutsche Einzelmeister und dreifache deutsche Vize-Meister Matthias Maasch wurde vom SV Wacker Burghausen am Samstagabend in den Ringer-Ruhestand verabschiedet. Der deutsche Spitzenringer, der enorm viel für den SV Wacker Burghausen geleistet hat, wurde von den Rängen mit stehenden Ovationen bedacht. Nach dem Sieg von Badusch über Maasch stand es 15:10 für die Staffel aus Oberbayern.

Im letzten Kampf des Abends kam es schließlich in der Klasse bis 75 kg B zu einer Neuauflage des Freistil-Duells zwischen dem Türken Söner Demirtas (Burghausen) und dem 39 Jahre alten Köllerbacher Kult-Ringer Andrij Shyyka. Demirtas, der in den Jahren 2016, 2017 und 2018 zu Europameisterschaftsehren gelangt war, hatte schon am letzten Wochenende in Völklingen gegen den saarländischen Freistil-Künstler mit 7:0 Punkten gewonnen. Jetzt war in Burghausen ganz einfach schon die Luft raus. Und so war es sicherlich nicht verwunderlich, dass der amtierende Einzelmeister des KSV Köllerbach dem türkischen Weltklasse-Mann mit 15:0 technisch unterlegen war und quasi mit fliegenden Fahnen unterging. Der neue und alte Deutsche Meister SV Wacker Burghausen gewann den Rückkampf gegen den KSV Köllerbach „unter dem Strich“ mit 19:10 und gelangte somit zum dritten Championat in Serie.

Samstag 01.02.2020 19:30 Uhr  Play Off - Finale Rückkampf
SV Wacker BurghausenKSV Köllerbach
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 GR Fabian Schmitt   :   Steven Ecker 17  :  0  4   :   0  4  :  0  TÜ
2 130 FR Leon Kahric   :   Aleksander Khotsianivski 0  :  12  0   :   4  4  :  4  SS
3 61 FR Ahmet Peker   :   Mikyay Salim Naim 12  :  13  0   :   1  4  :  5  PS
4 98 GR Ramsin Azizsir   :   Kilian Schäfer 15  :  0  4   :   0  8  :  5  TÜ
5 66 GR Andreas Maier   :   Etienne Kinsinger 0  :  8  0   :   3  8  :  8  PS
6 86 FR Kahaber Khubezhty   :   Piotr Ianulov 2  :  2  1   :   0  9  :  8  PS
7 71 FR Magomedmurad Gadzhiev   :   Mihail Sava 3  :  0  2   :   0  11  :  8  PS
8 80 GR Roland Schwarz   :   Marc-Antonio von Tugginer 15  :  0  4   :   0  15  :  8  TÜ
9 75 GR Matthias Maasch   :   Timo Badusch 1  :  8  0   :   2  15  :  10  PS
10 75 FR Soener Demirtas   :   Andrej Shyyka 15  :  0  4   :   0  19  :  10  TÜ
Endergebnis    19  :  10  
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Deutscher Vizemeister 2020

Deutscher Vizemeister 2020
 

© KSV Kllerbach & Klaus Konstroffer   

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