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Die Ringer des Bundesligisten KSV Köllerbach jubeln: Finale!19.01.2020 

Halbfinale SV A Nackenheim vs KSV Köllerbach
(Foto Iris Bauer)
Die Carl-Zuckmayer-Halle im rheinhessischen Nackenheim avancierte für den Ringer-Bundesligisten KSV Köllerbach zur Stätte des Triumphs. Die Saarländer gewannen nämlich dort am Samstagabend (18. Januar) den Halbfinal-Rückkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen den SV Alemannia 1912 Nackenheim mit 16:12. Und über diesen stolzen Auswärtssieg durften natürlich die Saarländer ausgelassen jubeln, denn damit war die Vorkampf-Niederlage eine Woche zuvor mit 13:14 im heimischen Püttlinger Trimmtreff „Viktoria“ ausgelöscht und pulverisiert. Der sechsfache Deutsche Mannschaftsmeister aus dem Saarland steht mit diesem tollen Erfolg im DMM-Finale und trifft dort bereits am kommenden Samstag (25. Januar) um 19.30 Uhr in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle auf die oberbayerische Staffel des SV Wacker Burghausen.

Teamleiter Thomas Geid hat mit seiner engagierten Mannschaft übrigens Wort gehalten, als er direkt nach der knappen Heimkampf-Niederlage im Trimmtreff relativ gelassen die Parole ausgab, dass beim Rückkampf in Nackenheim noch alles für den KSV drin sei. Und Köllerbach verfügt in dieser Saison über eine Mannschaft, die durchaus für Furore sorgen kann. Auch beim SV Alemannia Nackenheim bewiesen die Saarländer, dass sie Charakter, Willensstärke und Durchsetzungsvermögen besitzen. Die Köllerbacher Ringer-Truppe harmoniert menschlich vorzüglich miteinander und bildet untereinander eine verschworene Gemeinschaft. Da kommt es nicht von ungefähr, dass solche Spitzenleistungen mit dem Einzug ins DMM-Finale belohnt werden.

In der puppenhaften Carl-Zuckmayer-Halle ließ sich der KSV Köllerbach auch nicht von der brodelnden Hexenkessel-Atmosphäre ins Bockshorn jagen. Und bei den Saarländern interessierte sich darüber hinaus keiner mehr dafür, dass die Matte in der Nackenheimer Halle kleiner war als eigentlich vorgeschrieben. Zur Halbzeit lagen jedoch die Hausherren nach fünf Kämpfen mit 8:5 vorne. So sorgte in der leichtesten Greco-Gewichtsklasse bis 57 kg der aserbeidschanische Weltmeister von 2018, Eldaniz Azizli, gegen den Köllerbacher Juniorenmeister Steven Ecker mit einem Disqualifikationssieg für die maximalen vier Siegzähler des SV Alemannia Nackenheim. Doch dann war in der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg der zuverlässige Köllerbacher Freistil-Spezialist Oleksandr Khotsianivkyi am Zug. Der Ukrainer, der eigens aus Rom nach Frankfurt geflogen war, um pünktlich für „seinen“ KSV Köllerbach auf der Matte zu stehen, landete gegen den Nackenheimer Robin Ferdinand einen sicheren 8:0-Punktsieg. Doch in der 61 kg-Klasse trafen im Freistil-Duell mit Viktor Lyzen (Nackenheim) und dem Köllerbacher Valentin Seimetz zwei alte Freunde aufeinander. Doch Lyzen, der schon in Püttlingen den Vorkampf für sich mit 5:4 entschieden hatte, gewann auch in der heimischen Carl-Zuckmayer-Halle mit 7:1 nach Punkten. Dann ging in der Greco-Klasse bis 98 kg Star-Ringer und DRB-Olympia-Kandidat Denis Kudla vom SV Alemannia auf die Matte. Der musste sich mit der Köllerbacher Neuerwerbung Tarek Mohamed Abdelslam Sheble Mohamed auseinandersetzen. Der Ägypter mit dem bulgarischen Pass lieferte Kudla ein enges Gefecht und hielt mit einem 0:3 seine Punktniederlage gegen den deutschen Nationalmannschaftsringer durchaus in Grenzen. Danach setzte der KSV Köllerbach in der Klasse bis 66 kg auf sein Trumpf-Ass Etienne Kinsinger. Und der saarländische Greco-Spezialist ließ nichts anbrennen und gelangte gegen den eingedeutschten Ukrainer Ruslan Kudrynets zu einem verdienten 3:0-Punktsieg.

Nach der Pause ging es dann in der Freistil-Klasse bis 86 kg gleich mit einem Schlüsselkampf weiter. Piotr Ianulov, der rumänische Vize-Europameister in Diensten des KSV Köllerbach, musste sich mit dem amtierenden deutschen Einzelmeister und Nationalmannschaftsringer Ahmed Dudarov auseinandersetzen. Es entwickelte sich zwischen den beiden Spitzenringern ein Klasse-Fight, bei dem Ianulov jedoch ganz cool blieb und einen enorm wichtigen 5:3-Punktsieg unter Dach und Fach brachte. In der Klasse bis 71 kg baute der KSV Köllerbach einmal mehr auf seinen rumänischen Freistil-Spezialisten Mihail Sava, der in dieser Saison noch keinen Kampf für die Saarländer verloren hat. Auch gegen seinen Kontrahenten Ahmet Hakan Cakici war der Köllerbacher ganz klar der Chef auf der Matte. Sava, der mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks punktete, war schon nach knapp vier Minuten am Ziel. Mit 16:0 Punkten siegte der KSV-Ringer dank technischer Überlegenheit. In der Klasse bis 80 kg stellte sich nach seiner Verletzung wieder Greco-Spezialist Pajtim Sefaj für den KSV Köllerbach zur Verfügung. Er musste es mit dem amtierenden ungarischen Europa-Juniorenmeister Tamas Levai aufnehmen. Und in diesem Kampf sah man deutlich, dass dem Saarländer mit zunehmender Kampfdauer ganz einfach die Kräfte schwanden. Der Ungar des SV Alemannia Nackenheim gelangte daher nach knapp fünf Minuten zum 18:2-Punktsieg, was ihm wegen technischer Überlegenheit die maximalen vier Siegzähler einbrachte.
Im vorletzten Kampf des Abends ging dann der Köllerbacher Publikumsliebling und Greco-Spezialist Timo Badusch in der Gewichtsklasse bis 75 kg A auf die Matte. Der Gegner des saarländischen Polizei-Kommissars war Islam Koray Cakici, der stilartfremd hoffnungslos überfordert war. Der Ringer des SV Alemannia Nackheim hatte schon im Vorkampf gegen Timo Badusch eine Niederlage einstecken müssen. Auch dieses Mal gab der Köllerbacher in der Carl-Zuckmayer-Halle klar den Ton an. Der saarländische Spitzenringer führte bereits mit 13:0 nach Punkten, als er schließlich nach zweieinhalb Minuten gegen Islam Koray Cakici zum Schultersieg gelangte.

Im letzten Duell des Abends kam es in der Klasse bis 75 kg B zum Freistil-Duell zwischen Osman Kubilay Cakici (Nackenheim) und dem amtierenden deutschen Einzelmeister Andrij Shyyka (Köllerbach). Die beiden Ringer, die sich aus dem Effeff kennen, gaben bei der Schlussvorstellung des Abends noch einmal alles. Und der Köllerbacher Teamleiter Thomas Geid sollte recht behalten, als er vor dem Duell hellseherische Fähigkeiten entwickelte: „Wenn es bei unserem Andrij im letzten Kampf noch um alles geht, dann ist er durchaus in der Lage, auf Sieg zu ringen und die eventuell noch fehlenden Punkte für unseren KSV einzufahren.“ Da es vor dem Shyyka-Kampf 14:12 für den saarländischen Ringer-Bundesligisten stand, mussten also noch Punkte her. Der 39 Jahre alte Freistil-Fuchs enttäuschte die mitgereisten Köllerbacher Fans keinesfalls: Andrij Shyyka setzte sich gegen Osman Kubilay Cakici mit 12:5 nach Punkten durch. Das brachte dem KSV Köllerbach noch zwei weitere Pluszähler ein. Die Saarländer durften demnach über ihr 16:12-Sieg im rheinhessischen Nackenheim ihrer Freude freien Lauf lassen.

Der KSV Köllerbach hat nunmehr am kommenden Samstag (25. Januar) in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle (Stadionstrasse) um 19.30 Uhr zunächst gegen die oberbayerische Staffel des SV Wacker Burghausen Heimrecht. Im Play-Off-Halbfinale hat Burghausen bekanntermaßen den ASV Mainz 1888 rausgekegelt. Im ersten Finale um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft müssen die Saarländer mit dem amtierenden deutschen Team-Champion die Klingen kreuzen. Der KSV hofft darauf, dass er in diesem DMM-Kampf von möglichst vielen saarländischen Ringkampffreunden die nötige Unterstützung von den Rängen erhält. Es wird ganz sicherlich spannend in Völklingen! Doch egal was in den beiden letzten Kämpfen der Saison passiert, den Vizemeister-Titel haben die Saarländer wie in der Saison 2017/2018 bereits jetzt schon in der Tasche.

Weitere Informationen
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Samstag 18.01.2019 19:30 Uhr  Play Off - Halbfinale Rückkampf
SV Alemannia NackenheimKSV Köllerbach
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 GR Eldaniz Azizli   :   Steven Ecker 10  :  0  4   :   0  4  :  0  DQ
2 130 FR Robin Ferdinand   :   Aleksander Khotsianivski 0  :  8  0   :   3  4  :  3  PS
3 61 FR Viktor Lyzen   :   Valentin Seimetz 7  :  1  2   :   0  6  :  3  PS
4 98 GR Denis Kudla   :   Tarek Abdelslam 3  :  0  2   :   0  8  :  3  PS
5 66 GR Ruslan Kudrynets   :   Etienne Kinsinger 0  :  3  0   :   2  8  :  5  PS
6 86 FR Ahmed Dudarov   :   Piotr Ianulov 3  :  5  0   :   1  8  :  6  PS
7 71 FR Ahmet Hakan Cakici   :   Mihail Sava 0  :  16  0   :   4  8  :  10  TÜ
8 80 GR Tamas Levai   :   Pajtim Sefaj 18  :  2  4   :   0  12  :  10  TÜ
9 75 GR Islam Koray Cakici   :   Timo Badusch 0  :  13  0   :   4  12  :  14  SS
10 75 FR Osman-Kubilay Cakici   :   Andrej Shyyka 5  :  12  0   :   2  12  :  16  PS
Endergebnis    12  :  16  
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Halbfinale SV A Nackenheim vs KSV Köllerbach

Halbfinale SV A Nackenheim vs KSV Köllerbach

Play Off Halbfinale SVA Nackenheim vs KSV Köllerbach

Play Off Halbfinale SVA Nackenheim vs KSV Köllerbach
 

© KSV Kllerbach & Klaus Konstroffer   

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