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Die Trümpfe des KSV Köllerbach stechen gegen den TuS Adelhausen 20.10.2019 

In der Ringer-Bundesliga Südwest fand am Samstag, 19. Oktober, zwischen dem KSV Köllerbach und dem TuS Adelhausen in der Tat ein Kampf um den „Platz an der Sonne“ statt. Die beiden Bundesligisten hatten nämlich vor dem fünften Kampftag jeweils 8:0 Punkte auf der Habenseite. Köllerbach fungierte dank der besseren Kampfdifferenz als Spitzenreiter, Adelhausen saß den Saarländern jedoch als Tabellenzweiter ganz gewaltig – praktisch auf Tuchfühlung – im Nacken. So sollte also am Samstagabend beim Heimkampf in der heimischen Kyllberghalle die spannende Frage geklärt werden, ob Köllerbach als Tabellenführer seine Top-Position mit dem fünften Sieg in Folge ausbauen kann oder ob die Gäste aus Südbaden es ihrerseits vermögen, mit einem doppelten Punktgewinn an den Saarländern vorbeizuziehen. Bereits vor dem Spitzenkampf musste allerdings die Kardinalfrage geklärt werden, mit welcher Mannschaft der KSV Köllerbach an diesem Abend zu diesem Matten-Kracher antreten würde. Denn das Problem für die Saarländer fand im ferner China, genauer gesagt in der Acht-Millionen-Stadt Wuhan, statt. Dort finden derzeit die Militärweltspiele statt und für dieses internationale Sport-Event musste der sechsfache deutsche Mannschaftsmeister aus dem Saarland mit dem Ukrainer Andrii Yatsenko, dem Bulgaren Miroslav Kirov und dem Esten Heiki Nabi gleich drei seiner ausländischen Top-Athleten abstellen.

KSV-Teamleiter Thomas Geid machte nunmehr im Fight gegen Adelhausen das Beste aus dieser misslichen Personal-Situation. So zauberte der Polizei-Oberkommissar in der 80 kg-Klasse (Freistil) den Rumänen Mihail Sava aus dem Ärmel, in der Klasse bis 86 kg (griechisch-römische Stilart) gelangte der Neu-Köllerbacher Tarek Mohamed Abdelslam Sheble Mohamed – ein Ägypter mit bulgarischen Pass – zu seinem zweiten Saison-Einsatz und der furchtlose Freistil-Youngster Giovanni Comparetto stellte sich erneut – wie in Freiburg – für die leichteste 57 kg-Klasse zur Verfügung. Und auch der ukrainische 120 kg-Riese Oleksandr „Sascha“ Khotsianiskyi war nach dem Freiburg-Kampf erneut ins Saarland eingeflogen worden, um als Freistil-Ringer stilartfremd und selbstlos die schwerste Greco-Gewichtsklasse bis 130 kg abzudecken. Und die Zuschauer fragten sich nach alledem ganz erregt, ob dieses Personal-Puzzle ausreichen würde, um den TuS Adelhausen erstmals in dieser Saison zu stoppen.

Um es gleich vorwegzunehmen: Die neu formierte Köllerbacher Staffel entpuppte sich als willensstarke und einsatzfreudige Einheit, die Adelhausen mit 14:9 die erste Niederlage in der neuen Runde verpasste. Vor der Pause sah es allerdings wahrlich nicht danach aus, dass der KSV das Team aus Südbaden in Verlegenheit bringen könnte. So war der Köllerbacher Giovanni Comparetto (57 kg Freistil) dem international ausgebufften Georgier Beka Bujiashvili mit 0:16 technisch unterlegen und auch der KSV-Ukrainer Oleksandr Khotsianivkyi musste sich in der für ihn ungewohnten griechisch-römischen Stilart dem deutschen B-Kaderringer Peter Öhler nach ganz großem Kampf mit 4:6 nach Punkten beugen. Auch in der Klasse bis 61 kg war Greco-Spezialist Steven Ecker machtlos, denn Adelhausen hatte hier seinen bulgarischen Welt- und Europameister Ivo Angelov aufgeboten. Der Top-Mann der Gäste wurde seinem ausgezeichneten Ruf voll und ganz gerecht. Köllerbachs deutscher Juniorenmeister musste beim 0:16 die technische Überlegenheit des bulgarischen Spitzenringers neidlos anerkennen. Damit stand es nach drei Kämpfen bereits 9:0 für den TuS Adelhausen.

Doch vor der Pause gelangte der KSV Köllerbach noch zu zwei ganz wichtigen Siegen. So setzte sich Köllerbachs neuer Halbschwergewichtler Nicolai Ceban in der Freistil-Klasse bis 98 kg gegen den dreifachen deutschen Einzelmeister William Harth mit 2:0 nach Punkten durch. Der Rumäne in den Diensten des KSV Köllerbach lieferte in dieser Partie eine taktische Meisterleistung ab, weil er den bärenstarken William Harth einfach nicht zur Entfaltung kommen ließ. Und auch der Köllerbacher Valentin Seimetz setzte in der Klasse bis 66 kg (Freistil) noch einen drauf. Der Saarländer bekam es mit dem dreifachen deutschen Einzelmeister Manuel Wolfer zu tun. Der Gäste-Ringer lag nach drei Minuten zunächst mit 1:0 vorne, nach der vollen Kampfzeit von sechs Minuten stand aber „Valle“ Seimetz als stolzer 2:1-Punktsieger fest. So stand es nach fünf Kämpfen zur Halbzeit schier uneinholbar 9:2 für die Gäste aus Südbaden.

Doch nach der Pause schlug die ganz große Stunde des Ringer-Bundesligisten KSV Köllerbach. Die Saarländer gelangten noch zu fünf phantastischen Siegen und machten damit doch noch den famosen 14:9-Erfolg perfekt. So war zunächst in der Klasse bis 86 kg (griechisch-römische Stilart) der Ex-Europameister mit dem Zungenbrecher-Namen Tarek Mohamed Abdelslam Sheble Mohamed mit einem überzeugenden 4:1-Punktsieg an der Reihe. Damit hielt der Ägypter mit der bulgarischen Staatsangehörigkeit den Gäste-Ringer und DM-Dritten Arian Güney souverän in Schach. Und es folgte in der Klasse bis 71 kg (griechisch-römische Stilart) eine weitere Top-Auseinandersetzung. Marc-Antonio von Tugginer ließ das Köllerbacher Lager frenetisch jubeln, denn der Saarländer düpierte den kroatischen Spitzenringer Danijel Janecic mit einem klaren 7:1 nach Punkten. Aber damit noch nicht genug. In der Klasse bis 80 kg zeigte der Freistil-Könner Mihail Sava, was in ihm steckt. Der Rumäne in den Diensten des KSV Köllerbach begeisterte die Fans mit einer strategischen Meisterleistung. Außerdem trat er eine ganze Gewichtsklasse höher an und behauptete sich mit einem lupenreinen 4:1-Punktsieg über den sieben Kilo schwereren Georg Harth.

Zu guter Letzt gewannen die Köllerbacher auch die beiden Gewichtsklassen bis 75 kg. In der Freistil-Klasse (75 kg A) brauchte der amtierende deutsche Einzelmeister Andrij Shyyka gerade mal 36 Sekunden, um seinen Kontrahenten Mirco Kuder aufs Kreuz zu legen. Und auch KSV-Kapitän Timo Badusch trumpfte in der Greco-Klasse (75 kg B) mächtig auf, als er den für Adelhausen ringenden DM-Dritten Sascha Keller mit 6:0 nach Punkten problemlos beherrschte.

Köllerbachs Teamleiter Thomas Geid vergoss nach dem grandiosen Sieg Tränen der Rührung, hatte seine Mannschaft doch an diesem Abend mit einem bemerkenswerten 14:9-Erfolg in der Ringer-Bundesliga Südwest den „Platz an der Sonne“ mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten TuS Adelhausen untermauert. Der Polizei-Oberkommissar war einfach nur dankbar, dass seine Trümpfe an diesem Abend gestochen haben. Ein ganz großes Dankeschön ergeht zu guter Letzt auch an den Fanclub des KSV Köllerbach, die „Köllerbacher Buwe“. Diese „Buwe“ haben nämlich ihren Verein an diesem spannenden Kampfabend vorbildlich unterstützt und unentwegt angefeuert.

Samstag 19.10.2019 19:30 Uhr  Vorrunde
KSV KöllerbachTUS Adelhausen
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 FR Giovanni Comparetto   :   Beka Bujiashvili 0  :  16  0   :   4  0  :  4  T
2 130 GR Aleksander Khotsianivski   :   Peter hler 4  :  6  0   :   1  0  :  5  PS
3 61 GR Steven Ecker   :   Ivo Angelov 0  :  16  0   :   4  0  :  9  T
4 98 FR Nicolai Ceban   :   William Harth 2  :  0  1   :   0  1  :  9  PS
5 66 FR Valentin Seimetz   :   Manuel Wolfer 2  :  1  1   :   0  2  :  9  PS
6 86 GR Tarek Abdelslam   :   Arian Gney 4  :  1  2   :   0  4  :  9  PS
7 71 GR Marc-Antonio von Tugginer   :   Danijel Janecic 7  :  1  2   :   0  6  :  9  PS
8 80 FR Mihail Sava   :   Georg Harth 4  :  1  2   :   0  8  :  9  PS
9 75 FR Andrej Shyyka   :   Mirco Kuder 8  :  0  4   :   0  12  :  9  SS
10 75 GR Timo Badusch   :   Sascha Keller 6  :  0  2   :   0  14  :  9  PS
Endergebnis    14  :  9  

© KSV Kllerbach & Klaus Konstroffer   

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