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Der KSV verliert das DMM-Hinkampf-Finale in Burghausen mit 6:1821.01.2018 

(Foto KSV Köllerbach)
Der Weg des sechsfachen deutschen Ringer-Mannschaftsmeisters KSV Köllerbach führte am vergangenen Samstag, 20. Januar, in die alte Herzogsstadt Burghausen im oberbayerischen Landkreis Altötting. Die etwas über 18.000 Einwohner zählende Stadt liegt wunderschön an der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Auf einem Höhenzug über der Altstadt – mit herrlichem Blick auf jene Salzach – erstreckt sich die Burg zu Burghausen, die mit 1.051 Meter Ausdehnung laut dem Guinness-Buch der Rekorde die längste gotische Burganlage aus dem 13. Jahrhundert auf der Welt ist. Doch für kulturhistorische Sehenswürdigkeiten oder oberbayerische Touristenattraktionen verlor die Crew des KSV Köllerbach verständlicherweise keinerlei Augen, denn im Final-Hinkampf um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft stand zu viel auf dem Spiel. So steuerte der KSV schnurstracks die Sportparkhalle an, wo die heimische Staffel des SV Wacker Burghausen vor ausverkauftem Haus auf die Gäste aus dem Saarland wartete.

Dass die Aufgabe in Burghausen für den saarländischen Spitzenklub eine echte sportliche Herausforderung darstellen würde, war allen KSV-Verantwortlichen um ihren ersten Vorsitzenden Hilmar Rehlinger vollkommen klar. Manager Jürgen Löblein vom Sportverein Wacker Burghausen stellte nämlich vor Rundenbeginn eine schlagkräftige Mannschaft zusammen und holte allein elf neue Ringer an die Salzach. Mit diesem Füllhorn an namhaften Athleten wollten die Oberbayern dann „eine gute Rolle in der neuformierten DRB-Bundesliga spielen und sich in der Endrunde möglichst weit nach vorne kämpfen.“ Löbleins Prognose bewahrheitete sich zu hundert Prozent: Wacker Burghausen rang sich in seiner Vereinsgeschichte erstmals bis in das DRB-Finale durch. In den Play-Offs schalteten die Oberbayern dann nacheinander den SV Johannis Nürnberg, den VfL Neckargartach und den ASV Mainz 88 aus.

Am Samstagabend demonstrierten die Oberbayern auf eigener Matte gegen den KSV Köllerbach erneut, dass sie über eine richtig starke Mannschaft verfügen. Die Gäste aus dem Saarland havarierten in der Sportparkhalle und handelten sich mit dem Endstand von 6:18 eine ganz bittere Auswärtsniederlage ein. Bereits zur Pause lag Burghausen nach fünf Kämpfen mit 9:4 vorne. Schon in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg gelangte der SV Wacker zu einem überzeugenden Erfolg mit den maximalen vier Siegzählern. So stand Köllerbachs deutscher Meister Viktor Lyzen in dieser Freistil-Begegnung gegen Vladimir Egorov, einen Mazedonier mit russischen Wurzeln, auf gänzlich verlorenem Posten. Nach fünf Minuten und 43 Sekunden hatte Egorov 16 Punkte auf der Habenseite und feierte damit einen technisch überlegenen Punktsieg.

In der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg mühte sich Köllerbachs Greco-Vizeweltmeister Heiki Nabi gegen den Ungarn Armin Majoros zwar redlich und aufopferungsvoll, doch mehr als ein 2:0-Punktsieg wollte dem Ringer aus Estland an diesem Tag nicht glücken. In der Klasse bis 61 kg setzten die Saarländer auf ihren russischen Spitzenringer Bekkan Mankiev. Der Mann aus Moskau bekam es in der griechisch-römischen Stilart mit dem Burghausener Lokalmatadoren Andreas Maier zu tun, der mächtig „abgekocht“ hatte, um das geforderte Gewichtslimit auf die Matte zu bringen. Mankiev schaltete von der ersten Sekunde an in den Vorwärtsgang und sammelte Punkt auf Punkt. Nach den ersten drei Minuten führte der Russe bereits mit 4:0, am Ende der Kampfzeit hatte sich der Köllerbacher einen 11:0-Punktsieg gegen Maier gesichert. Damit blieb Mankiev aber leider die optimale – und wohl auch erhoffte – Punktausbeute von vier Siegzählern verwehrt.

In der Klasse bis 98 kg kam es dann zum Freistil-Duell zwischen zwei jungen Nationalmannschaftskameraden, die sich aus DRB-Lehrgängen und Vorbereitungsmaßnahmen für internationale Aufgaben aus dem Effeff kennen. So kämpfte auf Köllerbacher Seite Gennadij Cudinovic und auf der Seite der Gastgeber Erik Thiele. Der Saarländer führte bereits hoffnungsvoll mit 2:0, verschenkte aber letztendlich den Erfolg durch eine kleine Unaufmerksamkeit in der Nähe des Mattenrandes. Thiele gelangte dadurch zu zwei Punkten und ging dank der höheren Wertung beim 2:2 als Sieger von der Matte. In der Klasse bis 66 kg musste Nico-Antonio Zarcone vom KSV Köllerbach in der freien Stilart gegen den Georgier Beka Lomtadze ran, der seines Zeichens Vize-Weltmeister des Jahres 2016 ist. Zarcone lieferte dem Georgier wahrlich einen beherzten Kampf, musste aber dennoch nach 0:16 Punkten die technische Überlegenheit des internationalen Spitzenringers anerkennen.

Auch nach der Pause lief es für den KSV Köllerbach nicht mehr rund. Lediglich Köllerbachs ungarischer Greco-Spezialist Laszlo Szabo setzte sich in der Klasse bis 86 kg mit einem 3:0-Punktsieg gegen den zweifachen deutschen Ex-Meister Eugen Ponomartschuk durch. Die anderen vier Kämpfe gestalteten die Ringer des SV Wacker Burghausen siegreich. So gewann der dreifache deutsche Greco-Einzelmeister Matthias Maasch in der Klasse bis 71 kg mit seiner famosen Ausheber-Technik mit 8:0-Punkten gegen Marc-Antonio von Tugginer vom KSV Köllerbach. Festzuhalten bleibt allerdings, dass sich „Toni“ gegen den Burghausener Spitzenringer, der bei DRB-Lehrgängen mit Weltmeister Frank Stäbler trainiert, durchaus achtbar aus der Affäre zog.

In der Klasse bis 80 kg kam es zum Duell zwischen dem Köllerbacher Freistil-Ass Andrij Shyyka und dem amtierenden deutschen Meister Benjamin Sezgin, der vor Rundenbeginn den Weg vom KSV Aalen 05 zum SV Wacker Burghausen fand. Nach einem fulminanten Kampf verbuchte Sezgin einen 10:5-Punktsieg gegen einen sich tapfer wehrenden Köllerbacher.

In der Klasse bis 75 kg A (Freistil) duellierten sich Vize-Weltmeister und Vize-Europameister Magomedmurad Gadzhiev mit dem Köllerbacher Rumänen Mihail Sava. Gadzhiev, ein Russe mit polnischem Pass, besiegte Sava nach der vollen Kampfzeit von sechs Minuten mit 9:0 nach Punkten. Große Enttäuschung machte sich im Lager des KSV Köllerbach schließlich auch noch breit, als in der Klasse bis 75 kg B der letzte Kampf des Abends ebenfalls von einem Ringer des SV Wacker Burghausen gewonnen wurde. So behielt Michael Widmayer in der Greco-Auseinandersetzung mit Vize-Kapitän Timo Badusch durch einen 2:0-Punktsieg die Oberhand. Der Polizeikommissar aus dem Saarland versuchte sechs Minuten lang vergeblich, auf die Siegerstraße zu gelangen.

Am kommenden Samstag, 27. Januar, hebt sich um 19.30 Uhr in der Völklinger Hermann-Neuberger-Sporthalle der Vorhang zum zweiten Akt zwischen dem KSV Köllerbach und dem SV Wacker Burghausen. Beim Final-Rückkampf um die deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft kommt es dann wieder zum Stilart-Wechsel. Und davon will der KSV profitieren, wenn Ringer wie Etienne Kinsinger, Istvan Vereb oder Oleksandr Khotsianiskyi zum Einsatz kommen. Beim KSV Köllerbach gilt jedenfalls die Losung: „Die Messe ist noch nicht gelesen!“ Außerdem setzen die Saarländer auf den Heimvorteil und auf ihr begeisterungsfähiges Publikum. Diesbezüglich lässt Adelhausen bekanntlich grüßen!

Weitere Informationen
 SV Wacker Burghausen (externer Link)

Samstag 20.01.2018 19:30 Uhr  Play Off - Finale Hinkampf
SV Wacker BurghausenKSV Köllerbach
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 FR Vladimir Egorov   :   Viktor Lyzen 16  :  0  4   :   0  4  :  0  TÜ
2 130 GR Armin Majoros   :   Heiki Nabi 0  :  2  0   :   1  4  :  1  PS
3 61 GR Andreas Maier   :   Bekhan Mankiev 0  :  11  0   :   3  4  :  4  PS
4 98 FR Erik Thiele   :   Gennadij Cudinovic 2  :  2  1   :   0  5  :  4  PS
5 66 FR Beka Lomtadze   :   Nico Zarcone 16  :  0  4   :   0  9  :  4  TÜ
6 86 GR Eugen Ponomartschuk   :   Laszlo Szabo 0  :  3  0   :   2  9  :  6  PS
7 71 GR Matthias Maasch   :   Marc-Antonio von Tugginer 8  :  0  3   :   0  12  :  6  PS
8 80 FR Benjamin Sezgin   :   Andrej Shyyka 10  :  5  2   :   0  14  :  6  PS
9 75 FR Magomedmurad Gadzhiev   :   Mihail Sava 9  :  0  3   :   0  17  :  6  PS
10 75 GR Michael Widmayer   :   Timo Badusch 2  :  0  1   :   0  18  :  6  PS
Endergebnis    18  :  6  
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Finale 1 SVW Burghausen vs KSV Köllerbach

Finale 1 SVW Burghausen vs KSV Köllerbach
 

© KSV Köllerbach & Klaus Konstroffer   

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