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Der KSV Köllerbach zieht nach einem tollen 17:7-Sieg ins Finale ein 14.01.2018 

Halbfinale KSV vs TuS Adelhausen
(Foto Iris Bauer)
Der Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach hat im Halbfinal-Rückkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft das „Wunder“ vollbracht. Nachdem die Saarländer am letzten Wochenende mit der schweren Hypothek einer 11:20-Niederlage aus Adelhausen zurückgekehrt waren, drehte die Staffel von Teamleiter Thomas Geid und Trainer Hüseyin Dincay im Püttlinger Trimmtreff „Viktoria“ am Samstag, 13. Januar, auf heimischer Matte den Spieß erfolgreich um. Der sechsfache deutsche Mannschaftsmeister bezwang vor über tausend restlos begeisterten Zuschauern die gegnerische Mannschaft aus Südbaden mit 17:7. Das bedeutete in der Punkt-Gesamtwertung aus Hin- und Rückkampf ein 28:27 für den KSV Köllerbach. Und dieser eine „goldene“ Punkt reichte aus, um am 20. und 27. Januar in das Finale um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft einzuziehen.

Der Jubel kannte am Samstagabend im Püttlinger Trimmtreff verständlicherweise keine Grenzen, denn der saarländische Spitzenklub machte mit einer Energieleistung sondergleichen das schier Unmögliche doch noch möglich. Der Fanclub des KSV Köllerbach zeigte bereits vor dem Anpfiff des spannenden Mattgeschehens selbstbewusst Flagge und reckte als Stimulanz für die heimischen Ringer das Transparent „Heute werden Helden geboren!“ in die Höhe. Und die „Helden“ gaben an diesem Abend dann wirklich alles, um ihre Fans mit einer tollen Gesamtleistung restlos zufriedenzustellen.

Dabei begann der Play-off-Rückkampf für den KSV wahrlich nicht optimal, denn in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg wurde Köllerbachs Greco-Youngster Sergio Schäfer vom deutschen Vize-Juniorenmeister Nick Scherer bereits nach 52 Sekunden geschultert. Doch das tat der Ringer-Liebe an diesem Abend keinen Abbruch, weil in der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg für den KSV Köllerbach mit Oleksandr Khotsianivsky „Mister Zuverlässig“ auf die Matte ging. Der ukrainische Freistil-Spezialist wurde auch am Samstagabend seinem exzellenten Ruf vollauf gerecht. Er bezwang den fünffachen deutschen Einzelmeister und ehemaligen Luckenwalder Nick Matuhin vom TuS Adelhausen sicher mit 9:0 nach Punkten. Danach kam es dann in der in der Klasse bis 61 kg (Freistil) zum Duell zwischen KSV-Ringer Nico-Antonio Zarcone und dem französischen Spitzenringer Zoheir El Quarragque, der bei der EM 2017 Rang fünf erobert hatte. Zarcone zeigte aber wahrlich keine Scheu vor großen Namen und machte gegen den starken Franzosen einen prima Kampf. Obwohl der Köllerbacher mit 4:7 Punkten verlor, bekam er für seine beeindruckende Freistil-Leistung von den Rängen viel Applaus.

In der Klasse bis 98 kg stellte sich Gennadij Cudinovic selbstlos in den Dienst der Köllerbacher Mannschaft. Der KSV-Ringer, der normalweise in der freien Stilart kämpft, präsentierte sich gegen den TuS Adelhausen am Samstagabend „stilartfremd“. Mit anderen Worten: Cudinovic bewies, dass er sich auch in der griechisch-römischen Stilart zurechtfindet. Sein Kontrahent war der schwedische U23-Europameister Zakarias Berg, der in dieser Saison seinen ersten Kampf für den TuS Adelhausen bestritt. Cudinovic warf kämpferisch wirklich alles in die Waagschale, musste aber letztendlich eine knappe 2:3-Punktniederlage quittieren.

In der Klasse bis 66 kg (griechisch-römisch) folgte vielleicht der beste Kampf des Abends. Der deutsche Meister Etienne Kinsinger vom KSV Köllerbach bekam es bei diesem Gefecht mit dem sieggewohnten und in dieser Saison noch ungeschlagenen Top-Mann Ivo Angelov zu tun. Der Bulgare, seines Zeichens Welt- und Europameister des Jahres 2013, stellte für Kinsinger eine riesige sportliche Herausforderung dar. Doch der saarländische Spitzenringer löste seine Aufgabe mit Bravour. Der Köllerbacher Greco-Ringer stellte sich dem Kampf mit eisernem Willen und allerhöchster Leistungsbereitschaft. Er bot dem international erfahrenen Bulgaren keinerlei Angriffsfläche, zeigte sich konditionell voll auf der Höhe und stand so felsenfest wie die chinesische Mauer. Nach den vollen sechs Kampfminuten standen schließlich auf dem Punktzettel von Kinsinger zwei Zähler, während bei Angelov kein Wertungspunkt notiert worden war. Mit diesem sensationellen 2:0-Punktsieg hielt Kinsinger seinen KSV vor der Halbzeit in punkto Aufholjagd im wahrsten Sinne des Wortes am Leben. Der Zwischenstand lautete nach fünf Kämpfen 4:7 für den TuS Adelhausen.

Nach der Pause kam dann aber der KSV-Express vollends ins Rollen. In der Klasse bis 86 kg war für den KSV Köllerbach Freistil-Spezialist Istvan Vereb stets Herr der Lage. Der Ungar ließ sich von dem dreimaligen deutschen Einzelmeister Michael Kaufmehl nicht ins Bockshorn jagen und gelangte zu einem sicheren 9:1-Punktsieg. Mit diesem Erfolg stand es in der Gesamtwertung 7:7.

In der Klasse bis 71 kg folgte ein weiterer sensationeller Paukenschlag des KSV Köllerbach, als für die Saarländer der Rumäne Mihail Sava auf den russischen Weltklasse-Mann Akhmed Chakaev prallte. In einem packenden, hochdramatischen und aktionsgeladenen Kampf setzte sich der Rumäne, der vor der Saison den Weg vom KSV Ispringen zum KSV Köllerbach gefunden hatte, mit 11:9 Punkten gegen den Russen des TuS Adelhausen durch. Köllerbach führte nach diesem Kampf mit 8:7.

In der Klasse bis 80 kg kam es in der griechisch-römischen Stilart zum Gefecht zwischen der saarländischen Neuerwerbung Laszlo Szabo und Sascha Keller. Der Ungar in Diensten des KSV Köllerbach kämpfte sich förmlich in einen Rausch und deklassierte seinen Gegner. Nach zwei Minuten und 18 Sekunden war der furiose Angriffswirbel des Magyaren bereits zu Ende: Szabo stand mit 15:0 als technisch überlegener Punktsieger fest. Der KSV Köllerbach führte nunmehr mit 12:7 und die Halle „kochte“.

In der Klasse bis 75 kg A (griechisch-römisch) kam es zu der Auseinandersetzung zwischen dem saarländischen Publikumsliebling Timo Badusch und dem Ex-Köllerbacher Konstantin Schneider, der jahrelang das KSV-Trikot getragen hatte. Der jetzt für den TuS Adelhausen ringende Schneider ging leichenblass auf die Matte, weil der inzwischen schon 42 Jahre alte Greco-Ringer mächtig Gewicht machen musste, um überhaupt in der Kategorie bis 75 kg starten zu dürfen. Der Kampf wurde von beiden Seiten mit großer Vehemenz und schließlich mit den allerletzten Kraftreserven geführt. Timo Badusch behielt mit einem 4:3-Punktsieg bei diesem Showdown zwischen Jung und Alt die Oberhand. Der KSV Köllerbach lag nach diesem Kampf mit 13:7 in Front.

Das letzte Matten-Duell des Abends musste dann in der Klasse bis 75 kg B Köllerbachs Kult-Ringer Andrij Shykka gegen Stephan Brunner bestreiten. Und der KSV-Freistilspezialist und zweifache deutsche Ex-Meister legte los wie die Feuerwehr, attackierte seinen Gegner vom TuS Adelhausen unerbittlich. Nach rund vier Minuten war die Freistil-Begegnung zu Ende. Das Drei-Mann-Kampfgericht mit Björn Goller (Kampfrichter), Mario Schmidt (Mattenpräsident) und Manuel Senn (Punktrichter) erklärte nach einem 16:0 Shykka zum technisch überlegenen Punktsieger. Der KSV Köllerbach schlug damit summa summarum den TuS Adelhausen mit 17:7. Und der Püttlinger Trimmtreff glich logischerweise einem Tollhaus.

Der KSV Köllerbach muss jetzt am kommenden Samstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr zum Final-Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft auswärts bei Wacker Burghausen antreten. Der Gegner der Saarländer eliminierte seinerseits im Halbfinale den ASV Mainz 88.

Weitere Informationen
 TuS Adelhausen (externer Link)

Samstag 13.01.2018 19:30 Uhr  Play Off - Halbfinale Rückkampf
KSV KöllerbachTUS Adelhausen
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 GR Sergio Schäfer   :   Nick Scherer 0  :  16  0   :   4  0  :  4  SS
2 130 FR Aleksander Khotsianivski   :   Nick Matuhin 9  :  0  3   :   0  3  :  4  PS
3 61 FR Nico Zarcone   :   Zoheir el Quarragqe 4  :  7  0   :   2  3  :  6  PS
4 98 GR Gennadij Cudinovic   :   Zakarias Berg 2  :  3  0   :   1  3  :  7  PS
5 66 GR Etienne Kinsinger   :   Ivo Angelov 2  :  0  1   :   0  4  :  7  PS
6 86 FR Istvan Vereb   :   Michael Kaufmehl 9  :  1  3   :   0  7  :  7  PS
7 71 FR Mihail Sava   :   Akhmed Chakaev 11  :  9  1   :   0  8  :  7  PS
8 80 GR Laszlo Szabo   :   Sascha Keller 15  :  0  4   :   0  12  :  7  PS
9 75 GR Timo Badusch   :   Konstantin Schneider 4  :  3  1   :   0  13  :  7  PS
10 75 FR Andrej Shyyka   :   Stephan Brunner 16  :  0  4   :   0  17  :  7  TÜ
Endergebnis    17  :  7  
 weitere Fotos





Halbfinale KSV vs TuS Adelhausen

Halbfinale KSV vs TuS Adelhausen
 

© KSV Köllerbach & Klaus Konstroffer   

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