Deutscher Mannschaftsmeister 1966 Deutscher Mannschaftsmeister 1968 Deutscher Mannschaftsmeister 1972 Deutscher Mannschaftsmeister 2007 (Saison 06/07) Deutscher Mannschaftsmeister 2008 (Saison 07/08) Deutscher Mannschaftsmeister 2009 (Saison 08/09)
... zur Zeit gibt es keinen neuen Newsticker ...
 Aktuelle Berichte

Jan Fischer und Timo Badusch sind bei der DM „Goldschmiede“12.06.2016 

(Foto Iris Bauer)
Großer Jubel im Lager des Ringer-Bundesligisten KSV Köllerbach! Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer in der griechisch-römischen Stilart (10. bis 12. Juni) erkämpften sich die fünf teilnehmenden KSV-Athleten praktisch auf „heimischen Boden“ in der Landeshauptstadt Saarbrücken drei Medaillen und zwei weitere gute Platzierungen. Und das bei diesen drei Köllerbacher Medaillen zwei gar aus Gold sind, macht die KSV-Familie ganz besonders stolz. In der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule, die vor 14 Tagen noch der Veranstaltungsort des Länderkampfes anlässlich des Jubiläums „125 Jahre DRB“ war, wurden der Köllerbacher Mannschaftskapitän Jan Fischer (Klasse bis 85 kg) und sein Vereinskamerad Timo Badusch (Klasse bis 71 kg) jeweils deutscher Einzelmeister. Für Jan Fischer war das „Gold von Saarbrücken“ bereits sein fünftes nationales Championat, während Timo Badusch sich zum ersten Mal in seiner Ringer-Karriere den Titel eines deutschen Männer-Meisters erkämpfte. Die beiden „Goldschmiede“ des KSV wirkten bei den Meisterschaften, die von der RG Saarbrücken mustergültig ausgerichtet wurden, bis unter die Haarspitzen motiviert und waren bei all ihren Matten-Duellen stets souveräner Herr der Lage. Polizei-Kommissar Jan Fischer zeigte bereits in den Pool-Kämpfen, dass er bei diesen Meisterschaften zum Kreis der Favoriten zählen würde. So besiegte der KSV-Ringer seine Kontrahenten Bastian Kurz (RSV Frankfurt/Oder) mit 10:0 und Bogdan Eismont (ASV Nendingen) mit 9:0. Nach diesen beiden technisch überlegenen Siegen traf Jan Fischer dann im Finale auf Jan-Julian Neumaier (KSV Hofstetten). Gegen den amtierenden deutschen Juniorenmeister zeigte sich der Köllerbacher Greco-Ringer als ein ganz gewiefter Taktiker und Routinier, der die zwei Punkte seines Durchdrehers ganz sicher über die die sechs Minuten-Kampfzeit brachte. Für Neumaier gab es gegen Jan Fischer einfach nichts zu holen. Der 2:0-Punktsieg war hochverdient.

Timo Badusch zeigte sich schon am Samstag (11. Juni) in seinen Pool-Kämpfen in blendender Verfassung. Er trumpfte wie in seinen allerbesten Bundesliga-Kämpfen selbstbewusst auf, war bestens auf die DM 2016 präpariert. Gegen Dario Schmidhuber (SG Weilimdorf) gewann der saarländische Polizeikommissar mit 12:0 Punkten, gegen Nils Böhm (AV Schaafheim) mit 9:0 und schließlich gegen Marc Wentzke (RSV Frankfurt/Oder) mit 10:0. Unangefochtener geht’s wirklich nicht. Im Finale traf der Köllerbacher Greco-Spezialist auf Matthias Maasch vom SV Burghausen. Und das ist sicherlich kein Unbekannter in deutschen Landen und auf internationalen Matten. Der A-Kader-Ringer aus Bayern war WM-Fünfter 2015 in der amerikanischen Spieler-Stadt Las Vegas. Dort verlor er im kleinen Finale gegen den unbequemen Schweden Knut Zakarias Tallroth mit 0:3. Ansonsten ist Matthias Maasch beim DRB ständiger Trainingspartner von Weltmeister Frank Stäbler, der in Saarbrücken nicht am Start war. Also kurzum: gegen Maasch war beim sonntäglichen Finale Vorsicht geboten. Doch Timo Badusch ging als „Jung-Siegfried“ voll konzentriert auf die Matte und mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein zu Werke. Bereits in den ersten drei Minuten bahnte sich der Sieg des Köllerbachers an, als er mit einem Ausheber-Überwurf für einen beruhigenden vier-Punkte-Vorsprung sorgte. In den zweiten drei Minuten kamen noch zwei weitere Punkte für Timo Badusch dazu, die Aktionen von Matthias Maasch verpufften allesamt. So gewann der Saarländer mit 6:0 das Matten-Duell im Finale. Der Lohn des Saarländers: die erste deutsche Männer-Meisterschaft!

Das dritte DM-Edelmetall für Köllerbach steuerte Marc-Antonio von Tugginer in der Klasse bis 66 kg mit der Bronze-Medaille bei. Der 23 Jahre alte KSV-Ringer zeigte in Saarbrücken, dass er durch seine Bundesliga-Kämpfe in Köllerbach eine ganze Menge gelernt hat. So trumpfte „Toni“ bereits in seinem ersten Pool-Kampf mächtig auf, als er den wohl sehr stark eingestuften Deniz Meneske vom SV Johannis Nürnberg mit 3:3 bezwang. Es folgte ein knapper 1:0-Punktsieg gegen Maximilian Goßner (TSV Westendorf). In seinem dritten Kampf musste sich Marc-Antonio von Tugginer dem späteren deutschen Meister Mohammed Yasin Yeter (KV Riegelsberg), der in der Bundesliga für den Krösus KSV Ispringen ringt, mit 1:1 geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei war der Köllerbacher Bundesliga-Ringer dann aber wieder ganz oben auf. Sein 6:2-Punktsieg gegen Van Meier (ASV Urloffen) wurde von dem Köllerbacher ganz überlegen herausgerungen. Sein Gegner aus Urloffen stand in den sechs Kampfminuten auf verlorenem Posten. Bronze für Marc-Antonio von Tugginer!

Urs von Tugginer – der drei Jahre jüngere Bruder von „Toni“ – landete in der Klasse bis 71 kg auf Platz fünf. Der 20 Jahre alte Köllerbacher besiegte zunächst Tobias Löffler (Thalheim) mit 5:3, verlor danach aber gegen den späteren Burghausener Finalisten Matthias Maasch mit 0:8. In der Hoffnungsrunde wurde Urs von Tugginer gegen Wladimir Berenhardt (ASV Mainz 88) zum Aufgabesieger erklärt. Damit stand der KSV-Ringer im kleinen Finale und musste dort gegen den Sachsen Maximilian Schwabe aus Pausa (Vogtlandkreis) antreten. Gegen Schwabe, den deutschen Vizemeister von 2015, war Urs von Tugginger jedoch chancenlos, musste mit 0:8 die Segel streichen. Aber auch auf seinen fünften Platz kann der Köllerbacher durchaus stolz sein.

Das Köllerbacher Teilnehmerfeld bei der DM in Saarbrücken komplettierte in der Klasse bis 59 kg der 20 Jahre alte Dennis Decker, der beim KSV auch schon Bundesliga-Luft schnuppern durfte. Der junge Saarländer schulterte in seinem ersten Kampf gleich Peter Haase vom RV Thalheim, verlor danach aber gegen Marvin Scherer vom VfK Schifferstadt mit 0:4 nach Punkten. So wurde der Greco-Athlet schließlich als Siebter im Gesamtklassement der 59 kg-Kategorie notiert.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass bei dieser DM der KSV Köllerbach in der Vereinswertung hinter dem RSV Frankfurt/Oder Platz zwei belegte. Und in der Verbandswertung belegte das Saarland – letztendlich mit starken Leistungen durch die KSV-Ringer – den ersten Rang. Das machte natürlich auch die Landesmutter stolz: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer besuchte am Sonntag in der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule voller Interesse die Finalkämpfe der deutschen Ringer-Männer-Meisterschaften.


© KSV Kllerbach & Klaus Konstroffer   

zurck

Unsere Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Hinweis zum Datenschutz OK, einverstanden.