Deutscher Mannschaftsmeister 1966 Deutscher Mannschaftsmeister 1968 Deutscher Mannschaftsmeister 1972 Deutscher Mannschaftsmeister 2007 (Saison 06/07) Deutscher Mannschaftsmeister 2008 (Saison 07/08) Deutscher Mannschaftsmeister 2009 (Saison 08/09)
... zur Zeit gibt es keinen neuen Newsticker ...
 Aktuelle Berichte

Der KSV bezwingt den neuen deutschen Meister Burghausen mit 14:12 28.01.2018 

DMM Vizemeister 2018
(Foto Iris Bauer)
Im Final-Rückkampf um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft bezwang der KSV Köllerbach am Samstag, 27. Januar, in der mit 1.500 Zuschauern gut gefüllten Völklinger Hermann-Neuberger-Halle den SV Wacker Burghausen mit 14:12. Dieses Ergebnis reichte allerdings nicht aus, um dem Top-Team aus Oberbayern noch die Meisterkrone zu entreißen. Burghausen hatte nämlich den Final-Hinkampf vor einer Woche auf eigener Matte deutlich mit 18:6 für sich entschieden. Dies bedeutete, dass sich die Saarländer mit der Rolle eines deutschen Vizemeisters begnügen müssen. Doch deswegen kam beim KSV Köllerbach keinerlei Trübsal auf, denn die Mannschaft von Teamleiter Thomas Geid und Trainer Hüseyin Dincay hat in der Saison 2017/18 Großartiges geleistet. Und so kann sich Hilmar Rehlinger, der erste Vorsitzende des KSV Köllerbach, auch durchaus über diese Vizemeisterschaft freuen: „Unser Saisonziel war das Halbfinale. Jetzt sind wir sogar gegen Burghausen ins Finale vorgestoßen. Außerdem blieben wir in der gesamten Runde vor heimischem Publikum unbesiegt. Nicht zuletzt haben wir im Halbfinal-Rückkampf gegen Adelhausen bei unserem sensationellen 17:7-Sieg einen Jahrhundert-Kampf abgeliefert. Uns bleibt schließlich auch noch die Genugtuung, dass wir in Völklingen den neuen deutschen Mannschaftsmeister geschlagen haben. Deswegen bin ich summa summarum unheimlich stolz auf unsere Athleten, die unserem treuen Publikum begeisternden Ringkampfsport geboten haben.“

Die Glückwünsche des KSV Köllerbach gehen darüber hinaus aber auch an den SV Wacker Burghausen, der ein würdiger deutscher Mannschaftsmeister ist. Wacker-Trainer Alexander Schrader hat eine sehr gute Truppe beisammen, die letztlich den Meisterpokal verdient in die Höhe strecken durfte. Vor Rundenbeginn war in Oberbayern an der Salzach nicht ganz klar, wohin das Wacker-Boot steuern würde. Doch Burghausens Manager Jürgen Löblein bewies ein glückliches Händchen, als er elf neue Ringer an Bord holte. Mit diesem attraktiven Kader gelang dann auch gleich der ganz große Coup. Es ist der erste Mannschaftsmeister-Titel in der Vereinsgeschichte des SV Wacker Burghausen.

Beim Final-Rückkampf in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle brauchten die Freunde des Ringkampfsports am Samstagabend ihr Kommen nicht zu bereuen. Zehn spannende Matten-Duelle waren angesagt, die jedes Ringer-Herz höherschlagen ließen. Die beiden Finalisten Burghausen und Köllerbach stellten jeweils fünf Sieger. Bei den Saarländern fuhr in der Klasse bis 66 kg Greco-Spezialist Etienne Kinsinger einen souveränen 8:0-Punktsieg über Andreas Maier ein, der gegen den Köllerbacher Tausendsassa chancenlos war. Der deutsche Meister im Trikot des KSV Köllerbach hat eine tolle Saison abgeliefert, denn er gewann ausnahmslos alle Kämpfe, bei denen er zum Einsatz kam. Das waren insgesamt neun stolze Erfolge.

Auch Köllerbachs Rumäne Mihail Sava rang sich am Samstag in der Klasse bis 71 kg schnell in die Herzen der Fans. Der Freistil-Spezialist brannte gegen den Mazedonier Vladimir Egorov ein wahres Durchdreher-Feuerwerk ab, das leider schon nach 75 Sekunden zu Ende war. Sava wurde vom Drei-Mann-Kampfgericht Karl-Peter-Schmitt (Kampfrichter), Antonio Silvestri (Mattenpräsident) sowie Andre Schedler (Punktrichter) nach 16:0 Punkten als technisch überlegener Punktsieger ausgerufen.
Auch der Köllerbacher Publikumsliebling Timo Badusch steuerte zum 14:12-Erfolg in der Klasse bis 75 kg A (griechisch-römisch) gegen Michael Widmayer einen Siegzähler bei. In einem harten, verbissenen und mit bedingungsloser Power geführten Gefecht stand auf den beiden Punktzetteln nach sechs Minuten ein 2:2. Doch Badusch reichte dies zum Sieg, weil er eine höhere Zweier-Wertung erzielt hatte. Bei Widmayer hatte es nur zu zwei „Einsern“ gereicht. In der Klasse bis 86 Kilo (Freistil) zeigte sich beim KSV Köllerbach auch der Ungar Istvan „Jimmy“ Vereb von seiner besten Seite. Gegen den Burghausener Benjamin Sezgin, der amtierender deutscher Einzelmeister ist, holte der Mann aus Budapest einen sicheren 5:0-Punktsieg heraus.

Und da war auch noch Oleksandr „Sascha“ Khotsianivskyi, der für den KSV Köllerbach die Matte in der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg betrat. Der Ukrainer erteilte dem deutschen Spitzenringer Erik Thiele, der allerdings rund 20 kg leichter als der Köllerbacher war, eine kostenloste Lektion in der freien Stilart. 16:0 stand es am Ende des Kampfes und „Sascha“ strich die maximalen vier Siegzähler wegen technischer Überlegenheit ein. Der Ukrainer hat eine beeindruckende Bilanz für den KSV Köllerbach aufzuweisen. Der zuverlässige Freistil-Spezialist bekam acht Einsätze und gelangte dabei zu acht Siegen.

Auch der neue deutsche Mannschaftsmeister Burghausen gelangte in Völklingen zu fünf Siegen. So setzte sich in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg der Greco-Pole Mariusz Los als Vize-Europameister des Jahres 2009 als technisch überlegener Punktsieger mit 15:0 gegen Köllerbachs Youngster Sergio Schäfer durch. Dem jungen Saarländer muss man das Komplement machen, dass er sich immer wieder klaglos als Ersatzmann in den Dienst des Köllerbacher Ringer-Bundesligisten stellte. In der Klasse bis 61 kg (Freistil) entwickelte sich zwischen dem Köllerbacher Nico-Antonio Zarcone und dem georgischen Vize-Weltmeister von 2016, Beka Lomtadze, ein packendes Duell. Am Ende der sechsminütigen Kampfzeit lag aber der Georgier mit 9:3 Punkten vorn.

In der Klasse bis 75 kg B (Freistil) kämpfte Köllerbachs Kapitän Andrij Shyyka aufopferungsvoll und unermüdlich gegen den Polen Magomedmurad Gadzhiev, der im Jahr 2016 zu Europameisterschaftsehren gelangte. Außerdem wurde er 2017 Vize-Weltmeister sowie Vize-Europameister. Shyyka kämpfte gegen diesen Ringer mit dem ganz großen Namen jedoch völlig furchtlos, unterlag letztendlich ganz knapp mit 2:3 nach Punkten. In der Gewichtskategorie bis 80 kg (griechisch-römisch) zeigte Marc-Antonio von Tugginer keinerlei Respekt vor dem amtierenden deutschen Meister Matthias Maasch vom SV Wacker Burghausen. Am Ende sicherte der Gast aus Oberbayern seinem Verein Burghausen einen 8:0-Punktsieg. In der Klasse bis 98 kg (griechisch-römisch) stellte sich Freistil-Spezialist Gennadij Cudinovic stilartfremd selbstlos zur Verfügung, unterlag aber dem deutschen Nationalkader-Ringer Ramsin Azizsir nach tapferer Gegenwehr mit 0:6 nach Punkten.

Vor dem Final-Rückkampf bedankte sich das gesamte KSV-Team mit Mannschaftsführer Claudio Comparetto bei Köllerbachs erstem Vorsitzenden Hilmar Rehlinger. Der frühere erste Hauptkommissar der Bundespolizei steht dem saarländischen Ringer-Bundesligisten nunmehr seit exakt 20 Jahren vor. Rehlinger ist der unverzichtbare Denker und Lenker eines intakten, leistungsorientierten Vereins, der unter seiner Regie in den Jahren 2007, 2008 und 2009 deutscher Mannschaftsmeister wurde.
Nach dem Final-Rückkampf wurden der neue deutsche Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen und der Vizemeister KSV Köllerbach von DRB-Präsident Manfred Werner, DRB-Vizepräsident Sport, Günter Maienschein, DRB-Vizepräsident Bundesliga, Ralf Diener, DRB-Generalsekretär Karl-Martin Dittmann sowie DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis mit Pokalen, Medaillen und Ehrenurkunden vor 1.500 Zuschauern in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle geehrt.

Weitere Informationen
 Einzelergebnisse beider Finalkämpfe
 SV Wacker Burghausen (externer Link)


Samstag 27.01.2018 19:30 Uhr  Play Off - Finale Rückkampf
KSV KöllerbachSV Wacker Burghausen
Nr Gew Stil Name   Name Wertung Punkt Gesamt  
1 57 GR Sergio Schäfer   :   Mariusz Los 0  :  15  0   :   4  0  :  4  TÜ
2 130 FR Aleksander Khotsianivski   :   Erik Thiele 16  :  0  4   :   0  4  :  4  TÜ
3 61 FR Nico Zarcone   :   Beka Lomtadze 3  :  9  0   :   2  4  :  6  PS
4 98 GR Gennadij Cudinovic   :   Ramsin Azizsir 0  :  6  0   :   2  4  :  8  PS
5 66 GR Etienne Kinsinger   :   Andreas Maier 8  :  0  3   :   0  7  :  8  PS
6 86 FR Istvan Vereb   :   Benjamin Sezgin 5  :  0  2   :   0  9  :  8  PS
7 71 FR Mihail Sava   :   Vladimir Egorov 16  :  0  4   :   0  13  :  8  PS
8 80 GR Marc-Antonio von Tugginer   :   Matthias Maasch 0  :  8  0   :   3  13  :  11  PS
9 75 GR Timo Badusch   :   Michael Widmayer 2  :  2  1   :   0  14  :  11  PS
10 75 FR Andrej Shyyka   :   Magomedmurad Gadzhiev 2  :  3  0   :   1  14  :  12  PS
Endergebnis    14  :  12  
 weitere Fotos

DMM Vizemeister 2018

DMM Vizemeister 2018

Finale 27.1.18 KSV Köllerbach vs SV Wacker Burghausen

Finale 27.1.18 KSV Köllerbach vs SV Wacker Burghausen
 

© KSV Köllerbach & Klaus Konstrofer   

zurück

Unsere Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Hinweis zum Datenschutz OK, einverstanden.